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Titelbild der Ausstellung zu »Kunst in Europa 1945-1968. Der Kontinent, den die EU nicht kennt«

EU-Projekt »Trauma & Revival« (2015–2018)

Kunst in Europa 1945–1968. Digitale Timeline

Das von der EU geförderte Projekt »Trauma & Revival« verfolgt das ambitionierte Ziel, die kulturellen Verflechtungen in Ost- und Westeuropa während des Kalten Krieges bis heute darzustellen und zu reflektieren. Partner des Projekts sind das ZKM | Karlsruhe, der Palais des Beaux-Arts (BOZAR) in Brüssel, die Fondazione Pistoletto in Biella, die Association kim? in Riga, die Bunkier Sztuki Gallery of Contemporary Art in Polen und die Universität Jyväskylä in Finnland. Assoziierte Partner sind das Staatliche Museum für Bildende Künste A. S. Puschkin in Moskau, das Nationale Zentrum für Museen und Ausstellungen ROSIZO, das Österreichische Kulturforum Moskau und die Staatliche Tretjakow-Galerie. 

Das Bild zeigt das Trauma & Revival Logo
Das Bild zeigt das Trauma & Revival Logo

Zwischen 2015 und 2018 werden die zehn Partner in gemeinsamer Anstrengung und im Interesse der internationalen Zusammenarbeit KünstlerInnen, Intellektuelle und BürgerInnen aus ganz Europa, einschließlich Russland, zusammenbringen. Das Projekt bietet eine dynamische Plattform, um die  gemeinsame Geschichte neu zu denken, die heutigen Vorstellungen zu transformieren und neue Formen des kulturellen Dialogs zu ermöglichen. Es reflektiert damit die gegenwärtige politische Situation, in welcher kultureller Austausch immer schwieriger wird.

Mittels Ausstellungen, Künstlerresidenzen, Video-Kunst-Programmen, Workshops, Konferenzen, Diskussionsrunden, Konzerten und einer digitalen Timeline stellt das Projekt wichtige Fragen zu unseren gegenwärtigen kulturpolitischen Beziehungen, um eine gemeinsame Zukunft in Europa zu eröffnen.

Art in Europe 1945–1968. Digital Timeline

Die Ausstellung Kunst in Europe 1945-1968 (ZKM, BOZAR, Puschkin-Museum), kuratiert von Peter Weibel und Eckhart Gillen in Zusammenarbeit mit Daria Mille und Daniel Bulatov, zeigt Arbeiten von Künstlerinnen aus ganz Europa und der Sowjetunion, die zwischen 1945 und 1968 mittels ihrer Kunst auf den Zivilisationsbruch in Deutschland nach 1933 und den Zweiten Weltkrieg reagiert haben. Bislang war das Augenmerk der Historiografie weitestgehend auf den Abstrakten Expressionismus als Symbolisierung des freien Westens gerichtet, während der Sozialistische Realismus den Konservativismus des kommunistischen Ostens verkörperte. Heute wissen wir jedoch, dass dieses vorherrschende Modell der Kunstgeschichte ein Produkt des Kalten Krieges war. Aus diesem Grund unternimmt die Ausstellung den Versuch, die Entwicklung der Kunst in Europa aus einer gesamteuropäischen Perspektive neu zu interpretieren. Das Projekt führt erstmals die Neo-Avantgarden aus Ost und West zusammen und belegt, dass viele neue, nach dem Krieg produzierte Kunstformen – von der Medienkunst bis hin zur Konzeptkunst, von der Aktionskunst bis hin zur Klangkunst – ihren Ursprung in Europa hatten oder in Westeuropa, den USA, Russland und Osteuropa parallel entwickelt wurden. 

Blick in die Ausstellung »Kunst in Europa 1945–1968« (22.10.2016–29.01.2017)

Die gezeigten Kunstwerke werden in der Ausstellung von einer dokumentarischen Timeline begleitet, welche die damaligen zentralen politischen und künstlerischen Ereignisse in Europa visualisiert. Ausgehend von dieser räumlich präsentierten Zeitleiste lanciert das ZKM eine digitale Timeline. Als App und responsive Website wird die digitale Timeline das Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Partneraktivitäten, wie Künstlerresidenzen, Konferenzen und Round Table Gesprächen bilden. Darüber hinaus soll sie als didaktisches Tool in ausgewählten Schulen von Karlsruhe im Geschichtsunterricht Anwendung finden.

Das Foto zeigt einen Screenshot der EU Timeline
Das Foto zeigt einen Screenshot der EU Timeline
© ZKM | Karlsruhe

Die digitale Timeline besteht aus zwei narrativen Linien: zum einen wichtige historische Ereignisse von 1945 bis 1968 (u.a. die Konferenz von Jalta, der Bau der Berliner Mauer, die Studentenbewegungen der 1968er-Jahre sowie der Prager Frühling) und andererseits bedeutende zeitgenössische Kunstausstellungen, Künstlermanifeste, Aktionen, Zitate usw. Sie setzt sich aus historischen Fotografien und Dokumenten, Postern und Büchern sowie Objekten und Filmmaterialien zusammen.

Die App ist unter folgenden Links verfügbar:

Mehr Information unter:

Förderer

Partneraktiviäten

Projektteam

  • Kuratoren der Ausstellung: Peter Weibel und Eckhart Gillen in Zusammenarbeit mit Daria Mille und Daniel Bulatov
  • Projektleitung: Judith Bihr, Daria Mille
  • Technische Projektleitung Digitale Timeline: Bernd Lintermann
  • Recherche: Judith Bihr, Paula Böttcher, Daniel Bulatov, Sergey Fonfanov, Eckhart Gillen, Daria Mille, Sophie Ribbe, Theresa Rößler, Peter Weibel
  • Softwarearchitektur: Johannes Degenhard
  • Softwareentwicklung: Johannes Degenhard, Martin Sotirov
  • Gestaltung Digitale Timeline: NONOT
  • Content Management: Theresa Rößler
  • Lektorat: Greta Garle, Ulrike Havemann, Martina Hoffmann, Lonnie Legg, Jens Lutz, Miriam Stürner, Claudia Voigtländer
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