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Ein orangenes Quadrat mit Augen auf blauem Hintergrund. Rechts und links davon kleinere Quadrate

Nature Theater of Oklahoma: Deutschland 2071

Do, 09.11.2017 16:00, ZKM_Kubus

Beschreibung

Wir schreiben das Jahr 2071: Das Land steht kurz vor dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenbruch, Revolutionen kommen und gehen wie Sonnenstürme. Außerirdische werden erst freudig willkommen geheißen, dann verwurstet, Gefühle durch Emojis ersetzt. Das Retro-Science-Fiction-Projekt, das als Hörspiel und als Film entstand, untersucht die Mechanismen des globalen Künstler-Jet-Sets: Ein Künstlerpaar begibt sich für seine Projekte an Orte, die fremd bleiben, sich entziehen und von Menschen bevölkert sind, die ihm mit Misstrauen oder hymnischer Begeisterung begegnen. Alle Rollen wurden mit Laiendarstellern besetzt: Alle, die zu den zahlreichen öffentlichen Aufnahmen kamen, wurden Teil des Projekts, die Stadt wurde zum Studio, die Live-Aufnahmen zur Performance. Und all das zum Hörspiel.

Die international gefeierte New Yorker Performance-Gruppe Nature Theater of Oklahoma wurde 1996 von Kelly Copper und Pavol Liska gegründet. Für den Namen stand das Nature Theater of Oklahoma aus Franz Kafkas unvollendetem Roman »Amerika« Pate: »Jeder ist willkommen! Wir sind das Theater, das jeden brauchen kann, jeden an seinem Ort!« Nature Theater of Oklahoma touren international, wurden mit ihrem am Wiener Burgtheater produzierten Stück »Life and Times – Episode 1« zum Berliner Theatertreffen eingeladen (2010) und sind für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden, u.a mit dem OBIE-Award (2008 und 2013).
 

Übersetzung: Ulrich Blumenbach
Mit: Sorin Pascu, Sylvia Bertelmann, Katja Schwiglewski, Lara Roth, Marie-Thérèse Yan, Pavol Liska, Detlef Liehr, Wolfgang Michel, Constantin Schädle, Juliana Jobe, Jörg Kernbach, Matthias Matthies, Selina Beskisiz, Monika Loser, Nadine Vollmer, Alexander Olchawa
Regie: Kelly Copper und Pavol Liska Komposition: Andreas Bick Produktion: WDR 2017 Länge: 54’03’’

Im Anschluss findet eine Jurydiskussion und ein Publikumsgespräch mit Benno Müller-vom-Hofe (Toningenieur) und Christina Hänsel (Dramaturgie) statt. 

 

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