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Das ZKM

Technische Ausstattung

Das visuelle Wahrzeichen: Der ZKM_Kubus

Der ZKM_Kubus ist nicht nur das visuelle Wahrzeichen des ZKM, sondern bildet zugleich das Herzstück der Arbeit des ZKM | Institut für Musik und Akustik (IMA). Der blaue Kubus wurde vom Architekturbüro Schweger und Partner als großvolumiges, akustisch optimiertes Tonstudio geplant; realisiert wurde eine freistehende Architektur, die eine möglichst perfekte akustische Entkopplung von der Umgebung gewährleisten sollte.

Kontakt
ZKM | Institut für Musik und Akustik

​​Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
Deutschland

Tel: +49 (0) 721/8100-1600
E-Mail: music@zkm.de

Diese Zielsetzung wurde mit großem baulichem Aufwand verfolgt: Bspw. sind die Stahlträger der Gebäudekonstruktion auf Gummipuffern gelagert, alle Räume im ZKM_Kubus sind doppelwandig ausgeführt, es wurden akustisch hoch-dämmende Türen in doppelter Ausführung verbaut. Die hervorragende Raumakustik des Tonstudios ist einem aufwändigen Holz-Innenausbau geschuldet.

Ein besonderer Ort für besondere Musik: der Klangdom

Das einzigartige Herzstück des Instituts ist der ZKM_Klangdom: Das aus 47 Lautsprechern bestehende kuppelförmige Set-up ist ein idealer Ort für die Entwicklung und Reproduktion elektroakustischer bzw. akusmatischer Raummusik. Hier können neue Kompositionen entstehen und zur Aufführung kommen. Der Klangdom dient auch internationalen Gastspielen und Festivals als besonderer Konzertraum.

Ein großer Raum mit vielen Lautsprechern
Ein großer Raum mit vielen Lautsprechern

Gesteuert wird der Klangdom über die frei zugängliche Software Zirkonium, die das ZKM | IMA seit 2004 entwickelt. Das Studio dient nicht nur als Aufnahmeraum, sondern auch als öffentlicher Konzertsaal sowie als Labor für Forschungsarbeiten im Bereich der musikalischen Akustik. Im Rahmen des Forschungsprojektes »Zukunftsoffensive«, einer Initiative des Landes Baden-Württemberg, wurde für den ZKM_Kubus der sog. Klangdom konzipiert und realisiert. Der Studioraum ist seitdem mit 47 hochwertigen Lautsprechern ausgestattet, die in einer kuppelförmigen Anordnung um die ZuhörerInnen herum angebracht sind. Das Studio und der zugehörige Regieraum im ZKM_Kubus ist der zentrale Ort für die Arbeit des ZKM | IMA.

Der Klangdom, ein Hightech-Instrument zur Klangverräumlichung im ZKM_Kubus, wurde nach 3 Jahren Konzeptions-, Planungs- und Bauzeit 2006 fertig gestellt. 43 Meyersound-Lautsprecher hängen an einem ellipsenförmigen Ringsystem dreidimensional im Raum, weitere 4 sind am Boden aufgestellt. Mit diesem einzigartigen Lautsprecherinstrument können komplexe polyphone Raum-Klang-Bewegungen realistisch dargestellt und von jedem Platz im Konzertraum wahrgenommen werden. Genau jene Plastizität des Klangs im Raum ist mit der eigens dafür entwickelten Steuerungssoftware Zirkonium steuerbar.
 
Die Verbindung von Klangsynthese und Verräumlichung ist technisch innovativ, da die Raumakustik selbst hierdurch modellierbar wird. Der Klangdom ist damit ein von KomponistInnen bedienbares Instrument, welches SpezialistInnen zwischen den als InterpretIn agierenden KomponistInnen und der klanglichen Konkretion im Raum überflüssig macht. Im Klangdom können 40 Melodien auf einen Punkt gebündelt oder im Raum verteilt werden. Durch die direkte Anbindung an Klangsynthesesoftware lassen sich spektrale Gestalten direkt in den Raum setzen.

Der Klangdom ist Ausgangspunkt für zahlreiche Forschungsprojekte, welche sich mit diversen Interfaces zur Raumsteuerung sowie der Wiedergabe von Raumklang-Informationen in gängigen Consumer-Formaten (binaurale Tonaufnahmen, HRTF, Kunstkopf-Mikrofonie) beschäftigen. Gegenstand stetiger Forschung und Entwicklung ist zudem die Raumsteuerungssoftware Zirkonium.

Die Verbindung der Welt der Computermusik mit professionellen Aufnahme- und Produktionsstudios

Das ZKM | IMA verbindet die Welt der Computermusik mit professionellen Aufnahme- und Produktionsstudios: Vor Ort finden sich Studios, Regieräume und Musikateliers. Die Studios und Regieräume wurden als qualitativ hochwertige akustische Umgebungen mit speziellem Studioequipment für jeden einzelnen Raum konzipiert.

KünstlerInnen und KomponistInnen weltweit nutzen die Technologien für ihre künstlerische Arbeit und erforschen neue Nutzungsmöglichkeiten. Die Kombination der künstlerischen Arbeit mit einer High-End-Studioumgebung stimuliert neue Herangehensweisen, wie sie andernorts kaum entstehen können. Die eingeladenen GastkünstlerInnen arbeiten in den Bereichen Live-Elektronik, Klangsynthese, algorithmische Komposition und Multimedia-Integration mit offenen Computersystemen. Für einen längeren Arbeitsaufenthalt am Institut stehen ihnen die Musikateliers zur Verfügung.

 

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