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Das ZKM

Dieter Jung

Geburtsjahr, Ort
1941, Bad Wildungen, Deutschland
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie

Dieter Jung wurde 1941 in Bad Wildungen geboren. Er studierte von 1962-63 Theologie, von 1962-64 Kunstpädagogik in Berlin und anschließend bis 1967 Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Hann Trier. Während eines Paris-Stipendiums 1964-65 begegnete er Alberto Giacometti. An der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin studierte er von 1971-74 die Realisation von Musik-Dokumentar-Trickfilmen. 1977 studierte er Holographie bei Dan Schweitzer und Sam Moore an der New York School of Holography. Seit 1990 ist er Professor für Medientechnik an der Kunsthochschule für Medien in Köln und war von 1992-96 Mitglied des Kuratoriums des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Seit 1997 ist er Mitglied des MIT Advisory Council on Art-Science-Technology in Cambridge/MA. Er lebt in Berlin.

In den Spiegelbildern, die Mitte der sechziger Jahre entstehen, zeigen sich bereits die Konstanten, die Jung in seinem Werk verfolgt: die Auseinandersetzung mit Licht, Raum und der visuellen Wahrnehmung. 1972-77 entsteht ein umfangreicher Zyklus großformatiger Portraits von unbekannten und bekannten Personen wie Nietzsche, Freud, Giacometti oder Bacon, die aus sich horizontal und vertikal durchdringenden Linien entstehen. Die Gedichthologramme schließen an die Porträts an. Gedichte von Schriftstellern wandelt Jung in den Hologrammen in dreidimensionale Strukturen um. Die Hologramme verlieren im weiteren Verlauf der Werkentwicklung ihren gegenständlichen Bezug und reduzieren sich auf Farbstreifen und -flächen, die abstrakte Lichtskulpturen bilden. In den Anfang der neunziger Jahre entstehenden Simulationen überträgt Jung diese abstrakten Hologramme in Malerei. Auf den großformatigen Bildern drehen sich Farbfelder um sich selbst oder umeinander.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1960 »Bilder einer Vorstellung«, Foyer, Bühne der Stadt Siegen
1970 Städtische Kunstsammlungen Gelsenkirchen
1980 »Holographische Bilder«, Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin; Musée Français de l'Holographie, Paris
1983 Galerie für Holographie, Basel
1985 Museum of Holography, New York
1989 »Au Dela De La Perspective«, Musée de l'Holographie, Paris
1991 Staatliche Kunsthalle Berlin
1992 Ulmer Museum, Ulm
1994 »ARTCAPI«, École National Supérieure de Physique de Strasbourg, Illkirch
1995 »Räume im Raum«, Skulpturengarten Am Klostersee, Lehnin; »Lux na Arte/Arte da Lux«, Goethe-Institut, Salvador/Bahia
1996 »Ten no Kakehashi/Himmelsleiter«, Deutsch-Japanisches Zentrum, Hamburg
1997 »Bewegte Räume«, Galerie der JENOPTIK AG, Jena
 
Gruppenausstellungen (Auswahl)
 
1965 »Große Berliner Kunstausstellung«, Berlin
1967 »Deutscher Kunstpreis der Jugend«, Städtische Kunstgalerie Bochum, anschließend Städtische Kunsthalle Mannheim, Rijksmuseum Twente, Enschede
1969 New York Studio School, New York
1983 »Holographie, Medium zwischen Kunst und Technik«, Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel, Hannover
1984 Ars Electronica, Linz
1985 »Mehr Licht - More Light«, Hamburger Kunsthalle, Hamburg
1986 Ars Electronica, Linz; »Holomedia«, Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe
1988 »Die Künste im Aufbruch«, Badischer Kunstverein, Karlsruhe; »Visions in Light«, Museum of Holography, New York
1990 »Fotografie, Wissenschaft und neue Technologien«, Kunstmuseum Düsseldorf
1992 »Moving Image - Electronic Art«, Fundació Joan Miró, Barcelona
1994 »Light/Space/Time«, Center for Advanced Studies und MIT Museum, Cambridge/MA
1996 »Holographie Network«, Akademie der Künste, Berlin; »Landeskunstwochen Baden-Württemberg«, Museum Ettlingen
1997 »Les Sciences dans l'Art«, UNESCO, Paris

[David Richardt, 1997]

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