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Ludger Gerdes

Geburtsjahr, Ort
1954, Lastrup, Deutschland
Todesjahr, Ort
2008, Dülmen, Deutschland
Biografie

Geboren 1954 in Lastrup bei Lindern, studierte Ludger Gerdes von 1975 bis 77 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Lothar Baumgarten und Timm Ulrichs, von 1977 bis 1982 bei Gerhard Richter. 1986 erhielt er den Förderpreis des Kulturkreises im BDI, 1994 den Sprengel Preis für bildende Kunst, Hannover. Ludger Gerdes lebt und arbeitet in Düsseldorf und München.

Ludger Gerdes gehört zu jenen bedeutenden Künstlern seiner Generation, deren Arbeit stets mit eigenen Denkmodellen die Geschichte und Theorie der Kunst reflektiert. Seine zur künstlerischen Praxis parallel laufenden Überlegungen sind nicht nur Reaktionen oder Kommentare auf den jeweiligen Stand der Kunstdiskussion der Gegenwart, sondern auch wichtige Klärungsprozesse im Dienste des eigenen Kunstschaffens.

Seinem Werk haftet eine eigentümliche Zweigleisigkeit an. Während seine Malerei in großen Formaten spezifischen Fragen der Oberfläche, der Bildrealität und des malerischen Auftrags nachgeht, bringt seine Plastiken und Installationen in Ausstellungsräumen und Natur anderes zum Tragen: die Objekthaftigkeit von Dingen, ihren Realitätsgrad sowie ihre öffentliche Funktion. Seine Auseinandersetzung mit Architektur und öffentlichem Raum, kreist um die Frage von Bedingungen der Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Autonomie von Kunst, die modellhaften Charakter haben und als visuelle Metapher zu Kommunikation dienen kann. Gerade mit dieser letztlich politischen Stellung der Kunst beschäftigt sich Gerdes nicht nur als bildender Künstler, sondern sehr wirksam auch als theoretischer Autor und Vortragender.

Einzelausstellungen (Auswahl)
1982 Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf; Galerie Schöttle, München
1984 Produzentengalerie, Hamburg
1985 Le Consortium, Dijon [F]
1988 Stichting de Appel, Amsterdam [NL]; Maison de la Culture et de la Commerce, Saint-Etienne [F]
1989 Museum Haus Esters, Krefeld
1990 Kunstraum und Kunstverein, München
1991 Centre d´art contemporain, Castres [F]; FRAC Auvergne, Clermont-Ferrand [F]
1994 Kunsthalle Kiel, Staatl. Kunsthalle Düsseldorf; Ecole des Beaux-Arts, Valenciennes [F]
1995 Galerie David Gimour, London [UK]
1997 Ludger Gerdes. Bilder und Neonobjekt. Neuer Berliner Kunstverein
1999 Ludger Gerdes. Arbeiten 1985-1990, Kunstverein Bergisch Gladbach
   
Gruppenausstellungen (Auswahl)
1982 »documenta 7«, Kassel
1984 »ars viva«, Brücke-Museum u.a.
1986 »7 Skulpturen«, Köln. Kunstverein; »Skulptur im Jenisch-Park«, Hamburg
1987 »Skulptur Projekte Münster«
1988 »BiNationale«, Kunsthalle Düsseldorf u.a.
1989 »2000 Jahre«, Bonner Kunstverein
1992 »Das goldene Zeitalter«, Württembergischer Kunstverein Stuttgart
1994 »East of Eden«, Schloss Mosigkau, Dessau
  Kunsthalle Düsseldorf
  Musée d'art Moderne, Saint-Etienne [F]
1995 Exposition Artistes| Architectes France, Villeurbanne, Le Nouveau Musée| Institut
1998 »Première Biennale de Montréal«, Montréal [CDN]
   
[2001]  
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