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Ein sehr alter, kleiner TV-Monitor, eine alte Videokamera und eine Fernbedienung mit integriertem Flaschenöffner

ZKM | Labor für antiquierte Videosysteme

Die seit Mitte der 1960er-Jahre erschaffenen Videokunstwerke auf magnetischen Trägermedien sind durch ihre materielle Alterung akut bedroht und werden in wenigen Jahren nicht mehr lesbar sein. Durch wissenschaftliche Konservierung, Restaurierung und Digitalisierung kann dieses Kulturgut vorläufig gesichert und langzeitarchiviert werden.

Eine moderne Arche Noah für Medienkunst

Das seit 2004 bestehende Labor für antiquierte Videosysteme widmet sich der schwierigen Aufgabe, Videokunst aus den Archiven des ZKM und seiner laufenden Projekte und Ausstellungen zu bewahren.

Kontakt
ZKM | Labor für antiquierte Videosysteme

Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
Deutschland

Tel: +49 (0) 721-8100/1864
E-Mail: lavs@zkm.de

Gerade weil sogenannte »Medienkunst« nur von wenigen Museen gesammelt wird und die Kunstwerke – seien es Installationen oder Single-Channel-Videos – oft nur in Form weniger analoger Kopien in den Museen der Welt zirkulieren, fühlt sich das ZKM dieser Herausforderung besonders verpflichtet. ZKM-Direktor Peter Weibel nennt das ZKM mit Blick auf den konservatorischen Generationenvertrag deswegen gern eine »mediale Arche Noah«.

Nachhaltige Kombination analoger und digitaler Technik

Das Labor für antiquierte Videosysteme unterhält eine Sammlung lauffähiger originaler Videogeräte der vergangenen Jahrzehnte: von den ersten Consumer-Videosystemen auf offener Spule bis hin zu heute noch aktuellen Kassettenformaten. Mit seinem Maschinenpark von mehr als 300 Geräten ist das Labor in der Lage, fast 50 gängige Videoformate hochwertig zu digitalisieren. Aufgrund der großen Fragilität der im Labor entstehenden digitalen Daten gehört deren Spiegelung zu den zentralen Aufgaben, d.h. die Daten werden kopiert und auf zeitüblichen Datenträgern an verschiedenen Orten aufbewahrt. Dennoch ersetzen die digitalen Archive die analogen Archive nicht vollständig, sie ergänzen sie vielmehr. Parallel zur Entwicklung einer Metadatenstruktur für die Datenbanken, in denen die digitalen Artefakte verzeichnet sind, setzt das ZKM auf eine präzise Museumsdokumentation, um Informationen über Inhalte in Beständen unterschiedlichster Provenienz verfügbar zu halten, rasch zu finden und gegebenenfalls miteinander zu verknüpfen.

Ausstellungen & Publikationen

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