Eliana Otta

»VIRTUAL SANCTUARY FOR FERTILIZING MOURNING«

»VIRTUAL SANCTUARY FOR FERTILIZING MOURNING« by Eliana Otta
Künstler/innen
Eliana Otta
Titel
»VIRTUAL SANCTUARY FOR FERTILIZING MOURNING«

»Virtual Sanctuary for Fertilizing Mourning« wurde mit der Absicht ins Leben gerufen, des Todes indigener Führer und Umweltaktivisten zu gedenken, die in den letzten Jahren in Peru ermordet wurden, als sie ihre Gebiete gegen Abholzung, Bergbau und Drogenhandel verteidigten.

Im Laufe von anderthalb Jahren arbeiteten wir mit den Familien und Gemeinden der Ermordeten zusammen, um virtuelle Rundgänge durch die Gebiete, die sie zu schützen versuchten, zu erstellen, die nun auf der Website Luto Verde zu finden sind. Jede Tour ist anders und versucht, das eigene Universum jeder Gemeinschaft widerzuspiegeln, das durch ihr Gebiet, ihre kollektiven Aktivitäten und ihre übermenschlichen Bindungen einzigartig geprägt ist. Mündliche Überlieferungen, Erinnerungen, Lieder und alle Informationen, die die Gemeinschaften mitzuteilen bereit waren, wurden genutzt, um Portale zu Lebensweisen zu entwickeln, die heute bedroht sind, aber auch, um die unsichtbaren und liebevollen Fäden, die sie zusammenhalten, zu vermitteln. Das aufgezeichnete Material zeigt zudem die Auswirkungen von Extraktivismus und Korruption an Orten, an denen die Natur lediglich als unendliche Quelle von Ressourcen und Profit behandelt wird. Neben der Website besteht Virtual Sanctuary for Fertilizing Mourning aus seinen Forschungsaktivitäten, Texten über seine Arbeit mit den verschiedenen Gemeinschaften, Klangstücken, Zeichnungen und einer ortsspezifischen Installation am Berliner Veranstaltungsort silent green.

Das Projekt ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass das Gedenken an die Verstorbenen ein Weg sein kann, um von den wertvollen Gebieten und Kulturen, zu denen sie gehörten, zu lernen und sie zu verteidigen. Das Kennenlernen ihrer Gemeinschaften, selbst aus der Ferne, wird hoffentlich die wichtigen täglichen Kämpfe hervorheben, die sie bei der Verteidigung des Amazonasgebiets unter den prekärsten Umständen führen. Indem wir um das Leben von Mauro Pío, Gonzalo Pío, Arbildo Meléndez, Yenes Ríos, Herasmo García und Santiago Vega trauern, wollen wir dazu beitragen, den Boden für die von ihnen verteidigten Lebensweisen zu bereiten.

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