Die Filme der Land Art
Do, 21.06.2001, 20:00 Uhr CEST

Die Künstler der »Land Art« führten das Kunstwerk aus der Enge des Galerieraums hinaus und richteten die Aufmerksamkeit auf die Bedingungen der Begegnung mit Kunst, auf die körperliche Wahrnehmung physischer Objekte und Ereignisse. Die frühen Werke der »Land Art« waren strategische Vorstöße ins Niemandsland zwischen dem ästhetischen Reservat des Modernismus und den vergessenen Randzonen der modernen Industriewelt. Der französische Philosoph Gilles A. Tiberghien präsentiert eine Auswahl von Filmen zur »Land Art«, einer Kunstgattung, die unser Bild der Landschaft verändert hat. Die Filme zeigen beispielhaft, welche Faszination der klassische ästhetische Rahmen der Vedute auf zeitgenössische Künstler ausgeübt hat und wie diese sich bemühten, ihn zu zerstören und dadurch die landschaftliche Dimension erweiterten.


Programm

Robert Morris: »Mirror«, 1969 [9 min.]
Walter de Maria: »Two lines three circles«, 1969 [5 min.]

Les Cantrill: »Island Fuse«, 1971 [11 min.]

Stan Brackhage: »Meditation 3, Mesa verde«, 1989 [20 min.]

R. Smithson: »Spiral Jetty«, 1971 [30 min.]

Sarah Lefebvre: »Cut up«, 2000 [11 min]

Gilles A. Tiberghien ist Professor für Ästhetik an der Universität Paris I. Er ist Mitglied des Redaktionskomitees der »Cahiers du Musée d'Art Moderne« und veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Thema »Land Art«. Im Mai 2001 erscheint »Nature, art, paysages«.

Organisation / Institution
ZKM