Sylvie Fleury. 49000
Ausstellungsansicht "Sylvie Fleury: 49000"
02.06.2001 – 26.08.2001

Die Genferin Sylvie Fleury ist bekannt für ihre Inszenierungen des Glamour, der Mode sowie der Luxusartikel der modernen Warenwelt. Wirken ihre Werke auf den ersten Blick wie eine deutliche Bestätigung der Wertmaßstäbe der Konsumgesellschaft, so leistet Fleury doch immer eine subtile Kommentierung des schönen Scheins. Inszenierung und Oberfläche der von ihr konzipierten Objekte, Wandarbeiten, Bilder und Rauminstallationen erhalten einen Eigenwert, der jenseits simpler Produktwerbung oder der bloßen Inszenierung von Markenzeichen liegt. Die von Fleury aufgegriffenen Slogans sind damit nicht nur Logos international bekannter Modehäuser, Parfümerien oder Hochglanzmagazine. Fleury benennt mit der Benutzung dieser Zeichen vielmehr die mit ihnen verbundenen menschlichen Sehnsüchte und Wunschbilder (»Eternity«, »Be amazing«).
 
Farbige Räume, magische Lichterscheinungen und glänzende Oberflächen gewinnen in ihrer Arbeit neuerdings an Bedeutung. Sie spielen in der Karlsruher Ausstellung erstmals eine entscheidende Rolle. Farbpsychologie und Esoterik (aus diesem Bereich leitet sich der Ausstellungstitel »49000« her) bestimmen den Charakter vieler Werke. Somit beschreitet Fleury über die Auseinandersetzung mit dem Warenfetischismus der »world of fashion« hinaus neue Wege. Magische Aura, Schönheit und Erhabenheit der inszenierten Objekte (Kristall, Pendel) rücken hierbei in den Mittelpunkt.
 
Die Ausstellung und der Katalog zeigen neben einigen »Klassikern« der neunziger Jahre (z.B. »First Spaceship On Venus«) im wesentlichen Werke der letzten zwei Jahren bis hin zu Aurafotografien und raumausgreifenden Ensembles, die Fleury eigens für das Museum entworfen hat. Insgesamt werden über 60 Werke präsentiert, darunter auch neue Videos wie »Zen & Speed« und »Viva Las Vegas«. Dass es bei Fleury neuerdings »kosmisch« zugeht, belegen die Spuren eines UFOs auf der Wiese vor dem Museum.

Impressum
Ausstellungsteam

Rainer Gabler (Technische Mitarbeit)
Christof Hierholzer (Technische Mitarbeit)
Marianne Meister (Registrarin)

Organisation / Institution
ZKM | Museum für Neue Kunst

Mitwirkende