Kino im ZKM: Fritz Lang – Das Testament des Dr. Mabuse / Die tausend Augen des Dr. Mabuse
Sa, 20.10.2001, 20:30 Uhr

Im Rahmen des Begleitprogrammes der aktuellen Ausstellung CTRL [SPACE]. Rhetorik der Überwachung von Bentham bis Big Brother sind am heutigen Freitag und dem morgigen Samstag, 19. und 20. Oktober 2001, jeweils ab 20.30 Uhr im ZKM_Medientheater die Filme Fritz Langs zu sehen, die sich mit der Gestalt des Dr. Mabuse beschäftigen: • Das Testament des Dr. Mabuse [D 1932; 104 min, 35 mm]

Elf Jahre nach seinem zweiteiligen Stummfilm »Dr. Mabuse, der Spieler« griff Fritz Lang auf die Gestalt jenes genialen Verbrechers zurück. Mabuse, der als Wahnsinniger in einer Heilanstalt lebt, verbreitet mit Hilfe des von ihm hypnotisierten Arztes Angst und Schrecken. Nach seinem Tod wird der Arzt, der sich für seine Reinkarnation hält, von der Polizei zur Strecke gebracht; doch entzieht er sich der Staatsgewalt, indem er wahnsinnig wird. Der als politisches Gleichnis für das Aufkommen des Faschismus umstrittene Film, ist “Das Testament des Dr. Mabuse" ein spannend und suggestiv inszenierter Thriller.

• Die tausend Augen des Dr. Mabuse [USA 1960; 104 min, 35 mm]

Ein nach der Weltherrschaft strebender genialer Verbrecher kontrolliert ein Luxushotel, indem er durch geheime "Fernsehaugen" in jedes Zimmer blicken und die Gäste manipulieren kann. Eines seiner Opfer ist ein amerikanischer Multimillionär, der in ein fingiertes Mordkomplott gerät, aber gemeinsam mit einem getarnten Agenten und einem Kriminalkommissar den Kampf gegen das Böse aufnimmt. Fritz Langs letzter Film erreicht nicht die filmischen Qualitäten der alten "Mabuse"-Erfolge, betreibt aber dennoch ein unterhaltsam-reizvolles Spiel mit doppelbödigen Perspektiven, Trugbildern und falschem Schein.

Organisation / Institution
ZKM

Mitwirkende