D.A.V.E.
So, 24.03.2002, 14:00 Uhr CET

Ein Körperbild tanzt, lebt spielerisch Identitätsüberschreitungen vor. In einem Klangraum aus Musik, Geräuschen und Stimmen verwandelt sich ein Mann zur Frau, Körperteile, von denen man es nie vermutet hätte, beginnen zu sprechen. Sie erzählen von dem Wunsch nach Selbsterweiterung und der Angst vor der Selbstauflösung, aber auch von der schon beinahe Wirklichkeit gewordenen Utopie eines durch Bio-, Gen- und Computertechnologie manipulierten und neugestalteten menschlichen Körpers.

Die radiophone Video-Tanz-Performance »D.A.V.E.« (Digital Amplified Video Engine) präsentiert eine virtuelle Metamorphose. Mit Hilfe von digital bearbeiteten Videos, die direkt auf den Körper des Tänzers projiziert werden, löst sich seine Gestalt in strömende Bildwelten auf. Eine komplizierte Computerbearbeitung – bewegte Masken oder Layers – und die Choreographie nachvollziehbarer Bewegungssequenzen ermöglichen die exakte Positionierung der Projektionen auf den bewegten Körper oder auf Körperteile.

»D.A.V.E.« zeigt, wie die Phantasie zur Wirklichkeit werden kann. Die Verwendung herkömmlicher Raum- und Screenprojektionen wurde vermieden. Ein eigens für »intermedium 2« komponiertes akustisches Umfeld verstärkt die Illusion des virtuellen Seins. In Zusammenarbeit mit der Regisseurin Christiane Ohaus und der Dramaturgin Anette Kührmeyer wurde für das bereits seit längerem existierende, erfolgreich in mehreren Ländern aufgeführte Projekt eine spezielle für das Radio konzipierte Bühnenfassung erarbeitet.

Kooperationspartner
SR und RB/DLR

Begleitprogramm