Dennis Oppenheim: Aspen Projects
09.05.2003 – 27.07.2003
Der US-amerikanische Pionier der Land- und Body-Art Dennis Oppenheim dokumentierte in den »Aspen Projects« von 1968 bis 1974 seine spektakulären Performances. Die insgesamt 53 kurzen Filmarbeiten konnten vom ZKM für die Videosammlung der Mediathek erworben werden. Dennis Oppenheim bediente sich in diesen Performances seines eigenen Körpers als künstlerisches Medium, erkundete Wechselwirkungen mit Naturelementen, reflektierte biologische Prozesse und konstatierte früh die Grenzen des Mediums Video.
Während Dennis Oppenheim mit der Land Art die Grenzen von Museum und Galerie aufbrach, gerieten mit seinen Arbeiten im Bereich der Body Art auch die Verhältnisse zwischen dem Körper und den Objekten durcheinander. Die unter dem Titel »Aspen Projects« zusammengefassten Performances markieren eben jene künstlerische Phase der Body Art, die den Körper selbst als Material einsetzt und auszuloten versucht, bevor Dennis Oppenheim im weiteren Verlauf dazu überging, seine Künstlerpersönlichkeit in den Performances durch eine Puppe zu ersetzen.
 
Dennis Oppenheim (*1938 in Electric City, Washington) schloss 1965 sein Studium am California College of Arts and Crafts (CCAC) mit dem Bachelor of Arts und an der Stanford University mit dem Magister Artium ab. 1966 zog er nach New York, wo er bis heute lebt und arbeitet. Er erteilte dort zunächst Kunstunterricht an verschiedenen Schulen und bereitete gleichzeitig seine erste Einzelausstellung 1968 in der John Gibson Gallery vor. Mit den Künstlern Robert Smithson und Michael Heizer führte er 1967 sein erstes »Earth Work« durch. Gleichzeitig wendete er sich mehr und mehr der Body Art zu. Viele der Performances entstanden im Atelier zusammen mit seiner Frau und den Kindern Kerstin, Erik und Chandra Oppenheim.
Bereits 1969 folgten Ausstellungen u. a. in Paris, Bern und den Niederlanden; 1972 in der Londoner Tate Gallery. Sein künstlerisches Schaffen zeigt bis heute eine große Bandbreite im Medium Skulptur.
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