Paul Majkut: Ästhetische und ethische Fragen zum Cyberspace
Interaktivität und Intersubjektivität
Do, 13.05.2004, 18:30 Uhr CEST

Trotz der großspurigen Behauptungen von Software- und Hardwareherstellern sind einige entscheidende ästhetische und ethische Fragen zum Verhältnis zwischen dem Betrachter und dem, was er sieht, weiterhin so gut wie unbeantwortet. Statt dessen werden Metaphern herangezogen, die Analogien zu Medien herstellen, die schon lange vor der Entstehung des »Cyberspace« von Hypertext und virtueller Realität existierten (»Fenster«, »Seite«, »scrollen«, »Datenhighway«, etc). Mag diese metaphorische Auffassung momentan auch für das Verständnis der neuen Medien notwendig sein, so ist sie doch irreführend und trägt letztlich zum Verständnisproblem bei. Noch viel entscheidender ist, dass die lose Zusammenfassung von Interaktivität und Intersubjektivität die Empathie untergräbt, die zum Knüpfen intersubjektiver Beziehungen notwendig ist. Eine Reihe von Themen werden in Betracht gezogen: Spontaneität, Umschalten, linear / nicht-linear / multi-linear, Standardisierung, Perfekt, Unvollkommenheit, etc.

Paul Majkut ist Associate Professor an der National University in La Jolla, Kalifornien.

Organisation / Institution
ZKM

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