Open House 2006
Licht in Kunst, Wissenschaft und Religion
Fr, 06.01.2006, 10:00 Uhr CET

Die Welt des Sichtbaren und des Sehens ist bekanntlich die Welt des Lichts, einer Energieform, die sich im luftleeren Raum mit enormer Geschwindigkeit ausbreitet. Trifft Licht auf prismatische Strukturen, so teilt es sich in verschiedene Wellenlängen auf, die als Farben sichtbar werden. Soweit die Physik. Doch auch in Kunst und in Religion spielt das Phänomen Licht eine weit reichende, eine essenzielle Rolle.
Während sich die Malerei vorwiegend auf die Abbildung des natürlichen Lichts konzentriert, setzen sich KünstlerInnen weiterer Genres seit beinahe einhundert Jahren auch mit dem immateriellen Medium in Form von Glühbirnen, Leuchtstoff- oder Neonröhren, glimmenden LEDs oder leistungsstarken Scheinwerfern auseinander.
Das Licht in der Bibel, das die Dunkelheit und die ihr innewohnenden Bedrohungen überwindet, ist das erste Schöpfungswerk, das Leben erst ermöglicht. Die Metaphorik von Licht und Finsternis ist durch das künstliche Licht jedoch nicht aufgehoben. Sie besitzt auch in der Zeit, in der die Nacht zum Tag gemacht werden kann, Gültigkeit und Verständlichkeit.

Angefragt sind u.a. Dr. Karlheinz Ruhstorfer, Theologe an der Universität Freiburg; Prof. Peter Weibel, Vorstand des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe und Kurator der Ausstellung »Lichtkunst aus Kunstlicht«; Priv. Doz. Dr. Peter Flesch, Lichttechnisches Institut der Universität Karlsruhe; Ecke Bonk, Typosoph und Künstler.

Impressum
Organisation / Institution
ZKM
Kooperationspartner

Roncalli-Forum