Piano+ 2011 & Iannis Xenakis 1922 – 2001
Mi, 23.11.2011 – Fr, 25.11.2011

Piano+

In vier Konzerten stellt die von der Pianistin Catherine Vickers kuratierte Konzertreihe »Piano+« zentrale Positionen der zeitgenössischen Klavierliteratur vor, die den Rahmen des Instruments sprengen und medial, theatral oder elektroakustisch erweitern. Die einzelnen Konzerte setzen Schwerpunkte und pointieren Perspektiven.
Der Eröffnungsabend wird mit audiovisuellen Kompositionen von Bodijar Spassov, Martin Messmer und Michael Beil beginnen. Neben den drei zentralen PianistInnen des Festivals Catherine Vickers, Rei Nakamura und Sebastian Berweck ist der Posaunist Mike Svoboda Gast dieses Konzertes. In dem anschließenden Konzertteil wird der Aspekt des Mechanischen in Kompositionen von Conlon Nancarrow, sowie des Minimalisten Phillip Glass bis hin zu einem partizipativen neuen Werk von Ludger Brümmer, Leiter des ZKM | Institut für Musik und Akustik (IMA) das Spiel der Pianistin Maki Namekawa bestimmen.

»Piano+« präsentiert auch dieses Jahr ungewöhnliche Aufführungen, die den Kanon des Klaviers erweitern. Neben zwei Werken von Iannis Xenakis werden Kompositionen von Martin Iddon (mit Midi-Flügel) und pure-data-Aktionist Johannes Kreidler von Rei Nakamura zur Uraufführung gebracht. Der Pianist Sebastian Berweck, ein Spezialist der Verbindung von Elektronik und Klavier, präsentiert ein Programm mit kompositorischen Meisterwerken der jüngeren Vergangenheit von Orm Finnendahl, Enno Poppe, Maximilian Marcoll und Hans Tutschku. Die »Keyboard Study #2« von Terry Riley wird für den Klangdom räumlich neu konzipiert.
 

Iannis Xenakis 1922 – 2001

Dem Visionär zwischen Mathematik, Architektur und Musik Iannis Xenakis ist im Rahmen von »Piano+« ein Abend mit zwei Konzerten gewidmet: Selten gespielte Klavierwerke wie »Evryali«, »Six Chansons«, »Mists« und »À.r.(Hommage à Ravel)« sowie »Dikhthas« für Klavier und Violine werden elektroakustischen Kompositionen gegenübergestellt. Unter der Überschrift »Xenakis heute« wird das Klavierwerk von Iannis Xenakis mit neuen Werken junger KomponistInnen algorithmischer Musik konfrontiert. Xenakis wird interpretiert von den drei PianistInnen Martin von der Heydt, Axel Gremmelspacher und Catherine Vickers.

Ein zweitägiges Symposium mit Xenakis-Spezialisten fokussiert die Zukunft seiner elektronischen Kompositionen unter aufführungspraktischen Aspekten und ihre Tragweite für die gegenwärtige algorithmische kompositorische Praxis.
 
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