DADA Paris − Berlin
Eine Filmexploration zu Filmen von Marcel Duchamp, Man Ray und Hans Richter
Sa, 15.06.2013, 19:30 Uhr CEST

Während der 1920er-Jahre entstanden in Paris und Berlin aus der internationalen DADA-Bewegung heraus die ersten, auch künstlerisch grenzüberschreitenden Experimentalfilme.
Die Filmexploration, von Wolfgang Petroll moderiert, widmet sich »Anémic Cinéma« (1926) von Marcel Duchamp, der sich durch eine streng formale Verknüpfung von Wortspiel und optischem Experiment auszeichnet: Der Film zeigt abwechselnd die Bewegung von 10 sogenannten Rotoreliefs – animierte Zeichnungen – und 9 Scheiben, auf denen sinnlose französische Sätze geschrieben sind.
Der Film »Le Retour à la Raison« von Man Ray aus dem Jahr 1923 lebt von Zufallsprozessen und besteht aus animierten Textbausteinen, Rayografien und dem Rumpf der Kiki von Montparnasse (Alice Prin). Hans Richter versuchte in »Rhythmus 21« (1921) die Grundlagen der Filmbewegung zu erkunden, um sich dann in »Vormittagsspuk« (1928) dem Surrealismus anzunähern: Wenn auch noch experimentalistisch und experimentell, macht Richter den Schritt hin zu einer erzählenden Filmkunst.

Informationen zu »Traumfabrik – 117 Jahre deutsch-französische Filmbeziehungen«
Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Elysée-Vertrages möchten die VeranstalterInnen der »Traumfabrik« dem kulturellen Miteinander von Frankreich und Deutschland in der Filmgeschichte nachgehen. Während der Filmreihe wurden und werden nicht nur deutsche und französische Filme gezeigt, sondern auch solche, die im Inhalt oder in ihren kulturhistorischen Entstehungszusammenhängen einige der vielfältigen Aspekte deutsch-französischer Filmbeziehungen aufgreifen und exemplarisch verdeutlichen.

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ZKM
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Filmtheater Schauburg ; ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale ; ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ; AFK Akademischer Filmkreis Karlsruhe e.V. ; AWWK Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe