Perry Hoberman: Faraday's Garden
Sechsteilige Tischinstallation vor orange-gelb-grüner Wand. Lampen, Ventilatoren und weitere Haushaltsutensilien sind auf den Tischen zu erkennen.
30.04.2014 – 17.08.2014

Im ZKM | Medienmuseum wird derzeit ein Klassiker der interaktiven Medienkunst in aktualisierter Version präsentiert: Ein mixed media environment, eine interaktive, kinetische Skulptur (1990–1994) von Perry Hoberman.

In der Installation »Faraday's Garden« des Amerikanischen Künstlers Perry Hoberman begeben sich die BesucherInnen in eine Ansammlung aus Haushaltsgeräten, Bürogegenständen, Elektrowerkzeugen, Projektoren, Radios und sonstigen Abspielgeräten und Objekten der Haushaltselektronik. Unter dem Teppich befinden sich druckempfindliche Sensoren, die die Stromzufuhr der Apparate steuern.

Betritt der Besucher die Installation, erwachen die Maschinen zum Leben und begrüßen jeden einzelnen Besucher in diesem ungewöhnlichen Parcours mit entsprechender Geräuschkulisse und maschineller Bewegung. Je mehr BesucherInnen sich in »Faraday's Garden« aufhalten, desto höher steigen der Lärmpegel und der Fluss des elektrischen Stroms, so dass das scheinbare Eigenleben der Dingwelt zunimmt. Das Erwachen der Elektronik wird zwar vom Besucher ausgelöst, sie aber in sinnvoller Weise zu kontrollieren oder gar zu steuern entzieht sich letztendlich dem menschlichen Einfluss.

Für sein Kunstwerk hat Perry Hoberman die Objekte aus Sozialkaufhäusern, vom Sperrmüll und von Flohmärkten gesammelt. Anhand dieser interaktiven Installation lässt sich die gesamte Geschichte der Elektronik für den Privatgebrauch des 20. Jahrhunderts ablesen und lädt den Besucher zu einer Zeitreise ein.

Organisation / Institution
ZKM | Karlsruhe