Zwei Filme von Gideon Bachmann aus seiner Dokumentarfilmserie »Umsturz?«
Ein schwarz-weiß Bild von einem Mann, der ebenfalls fotografiert. Im Hintergrund steht ein Auto und ein weiterer Mann läuft in das Bild
In Anwesenheit und mit Einführung des Regisseurs
Do, 30.10.2014, 18:30 Uhr CET

In seinen Filmen zeigt Gideon Bachmann eine ganz persönliche Sicht auf seine Umgebung. Durch Geschichten, die er meistens miterlebt hat, schafft er ein sozial-kritisches Bild seiner Zeit. Im Versuch, Filme zu machen, in denen der Kinofilm selbst zum Thema wird, bereiste er eine Reihe von Ländern (USA, Israel, den Libanon, Italien), in denen das Kino historisch und künstlerisch wichtige neuralgische Punkte der Gesellschaft tangierte.

Gideon Bachman: »Grenzen politischen Filmemachens oder kann ein politischer Film überhaupt eine politische Wirkung erzeugen?«

Dieser Text erschien als Arbeitspapier während der Herstellung der Dokumentarfilmserie »Umsturz?« (Auszug):
"I no longer think film can have a political effect, it cannot be a molotov cocktail. It cannot convince the unconvinced. But it can do one thing: it can make those who are already on our side feel less lonely. The human being, by nature, is not a lonely fighter. We are not heros on fast horses, not Great Alexanders who alone conquer, we are not really solitary prophets on mountain tops. We need each other. And in order to hold a belief, we need to know that this belief is not ours alone. And that is what political films can do for us: give us the feeling that we are not alone out there in the storm. That somebody shares our views. Film can provide solidarity."
Den gesamten Text als pdf-Dokument zum Download gibt es am Ende dieser Seite.

Gideon Bachmann

ist ein in Deutschland geborener, aber in den USA aufgewachsener Filmkritiker, Filmemacher und Rundfunkkommentator. Seit 2004 lebt er wieder in Deutschland, wo er innerhalb des ZKM die akustografische Stimmen-Sammlung »VOX HUMANA – The Voice Bank« leitet. In Amerika war er Mitbegründer der Bewegung »Underground Cinema«, nachdem er zusammen mit Jonas Mekas und Shirley Clarke die von Hans Richter geleitete Filmakademie des New York City College absolviert hatte.

Bachmanns Artikel sind weltweit in über 100 Zeitungen und Zeitschriften erschienen und seine Filme sind bei zahlreichen Filmfestivals ausgezeichnet worden. »PROTEST – WOFÜR?« erhielt den silbernen Löwen beim Filmfestival in Venedig.