Tarantinos surreales Theater der Grausamkeit als postmoderne Popkultur
Ein Fuß
Ein Filmexploratorium von Wolfgang Petroll mit Filmzitaten von Quentin Tarantino
Mi, 13.01.2016, 18:00 Uhr CET
Ist Tarantino der postmoderne Urenkel der Surrealisten? Sein zitatenreicher Filmstil, zwischen Commedia dell’Arte und Gore/Splatterfilm, lässt sich mit Bildern und Texten aus dem Umfeld des Surrealismus vergleichen, etwa mit Artauds »Theater der Grausamkeit« oder Buñuels Filmexperimenten. Eine Vielzahl von Vergleichspunkten findet sich in der französischen Zeitschrift für Kunst, Archäologie und Ethnographie »Documents« (1929/1930 hrsg. v. Georges Henri Rivière und Georges Bataille), in Beiträgen von Bataille, Michel Leiris, Carl Einstein, Marcel Mauss, Sergej Eisenstein u.a.

Anhand von Filmzitaten aus »Reservoir Dogs«, »Pulp Fiction«, »Kill Bill«, »Death Proof«, »Inglourious Basterds«, »Django Unchained« werden Parallelen und Unterschiede deutlich. Das erlaubt es, Tarantino im Netzwerk eines umfassenden kultur- und filmgeschichtlichen Hintergrunds zu verorten und so weitere Verständnis-Ebenen zu erschließen.

Ein Filmexploratorium im Rahmen von:
Traumfabrik #10: TARANTINO UNCHAINED
Retrospektive Quentin Tarantino 1992-2016
 
Organisation / Institution
ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale
Kooperationspartner
  • Filmtheater SCHAUBURG
  • AFK – Akademischer Filmkreis Karlsruhe e.V.
  • AWWK – Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe
  • ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
  • ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (KIT)
Mit freundlicher Unterstützung der Georg Fricker Stiftung