Robert Wilson: Tower of Babel
Ein orangenes Quadrat mit Augen auf blauem Hintergrund. Rechts und links davon kleinere Quadrate
ARD Hörspieltage 2016
Do, 10.11.2016, 19:00 Uhr CET

Nach »Monsters of Grace« ist »Tower of Babel« das zweite Hörspiel von Robert Wilson. Es bezieht sich auf eine der kleinsten und zugleich populärsten Geschichten des Alten Testaments. Das Dogma des ewigen wirtschaftlichen Wachstums, ebenso wie das Auseinanderfallen kultureller Einheiten und Gewissheiten machen die Geschichte des Babylonischen Turmbaus zu einem hochaktuellen Motiv. Robert Wilson führt in seinem Hörspiel eine überwältigende Vielfalt von Texten, Musiken und Sprachen zusammen. Angefangen mit altbabylonischen Stadtbeschreibungen bis zu Collagen von Christopher Knowles finden Beispiele der Kunst und des menschlichen Geistes aus vielen Epochen zusammen. In gewisser Weise dreht Robert Wilson mit »Tower of Babel« die biblische Geschichte um oder vollendet sie – indem er auf die verbindende Kraft der Kunst verweist.

Robert Wilson, geboren 1941 in Waco, Texas, machte ab 1966 in New York mit Theaterperformances auf sich aufmerksam. Neben seinen Theaterarbeiten ist Wilson als Maler, Zeichner und Designer tätig. 1972 wurde beim Shiraz Festival (Iran) Wilsons einwöchiges Stück »KA MOUNTAIN AND GUARDenia TERRACE« aufgeführt. 1976 folgte in Avignon die Uraufführung von »Einstein on the Beach« mit der Musik von Philip Glass, die die Opernwelt revolutionierte. Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete er in mehreren Projekten mit Heiner Müller zusammen. Weltweit zahlreiche Bühneninszenierungen eigener oder fremder Werke. »Tower of Babel« wurde im April 2016 zum Hörspiel des Monats gewählt.

Mit: Cécile Brune, Edith Clever, CocoRosie, Christina Drechsler, Lisa Genze, Ilie Gheorghe, Traute Hoess, Jürgen Holtz, Inge Keller, Lydia Koniordou, Christopher Knowles, Stefan Kurt, Daniel Liebeskind, Jonathan und Brigitte Renate Meese, Christopher Nell, Fiona Shaw, Robert Wilson, Daniel Hope (Violine) Regie: Robert Wilson Musik: Dom Bouffard & Hal Willner Produktion: hr/BBC/NDR/rbb/SWR 2016 Länge: 71‘04‘‘

Begleitprogramm