Charlotte Drews-Bernstein: Die Geschichte meines Lebens. Die Tagebücher Ferdinand Benekes – 1. Teil: Die Jahre 1792 bis Anfang 1794
Schwarz-weiß Porträt einer Frau
ARD Hörspieltage 2015
Do, 12.11.2015, 14:00 Uhr CET

1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannsohns Ferdinand Beneke. Er wurde Chronist seiner Zeit: Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb er auf, was er erlebte, dachte und fühlte – und das Tag für Tag. Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress etc.); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts wider.

Der erste Teil des auf mehreren Folgen angelegten Hörspielprojektes zeigt Ferdinand Benekes frühe Entwicklung: Beginn des Jurastudiums in Halle/Saale, Freimaurertum, Reisen in die Städtchen Zerbst oder Minden. Er ist ein Einzelgänger, durchs Dasein getrieben, Pflichten prägen sein Leben und die alles bestimmende Frage: „Was will ich sein?“. Er gibt sich bereits in jungen Jahren als ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen, dabei überaus gefühlsbestimmt, obwohl er sich selbst dich als »fühllos« beschrieb.

Die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur hat die hinterlassene Lebensgeschichte editiert, im Wallstein-Verlag wurden 2013 die ersten vier Bände veröffentlicht.

Mit anschließendem Frageforum auf dem Musikbalkon

Mit: Matthias Brandt, Lisa Hrdina, Katharina Matz, Stephan Schad, Friedhelm Ptok, Verena von Behr, Otto Mellies, Theodor Holländer
Regie: Charlotte Drews-Bernstein
Komposition: Daniel Dickmeis
Produktion: RB/MDR 2015

Begleitprogramm