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Ein orangenes Quadrat mit Augen auf blauem Hintergrund. Rechts und links davon kleinere Quadrate

Noam Brusilovsky: Broken German

Fr, 10.11.2017 14:00, ZKM_Kubus

Beschreibung

In diesem Spiel mit Sprache, Identitäten, Chronologie und Perspektiven geht es um eine Reise nach Berlin mit fremden Koffern, Erinnerungen an ein von Nazis besetztes Dorf in Rumänien, den Kauf eines Messers nach Anpöbelungen durch Skins und einen israelischen Mann, der sich zu Recherchezwecken als »Arbeitsmigrant in der Prosa eine fremde Sprache« nachts im Jüdischen Museum einschließen lässt. Wo er in der Besenkammer eine Leiche entdeckt:

»… so sind wir Schriftsteller. Wir machen geschlossene Besenkammer Türen auf.« Zugleich wird ein Autor über das Verfassen seines Romans und dessen Vermarktung interviewt und man folgt der Diskussion um den Roman »Broken German« beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, Realität und Fiktion verschwimmen miteinander.

Noam Brusilovsky wurde 1989 in Israel geboren. 2007 absolvierte er die Thelma Yellin High School of the Arts. Seit 2012 lebt und studiert er in Berlin (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch). Sein Stück »Woran man einen Juden erkennen kann (eine Untersuchung)« gastierte beim Körber Studio Junge Regie 2015 in Hamburg und wurde 2016 unter seiner Regie als Hörspiel vom Deutschlandfunk produziert

Tomer Gardi, geboren 1974 in Galil.a, studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Sein literarischer Essay »Stein, Papier« erschien 2013 in deutscher Übersetzung. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2016 sorgte ein Ausschnitt aus »Broken German« für Diskussionen in der Jury, ob ein Text in unkorrektem Deutsch überhaupt zulässig sei. 

Mit: Dor Aloni, Aviva Joel, Meik van Severen, Noam Brusilovsky, Hannah Müller, Horst Hildebrand, Tomer Gardi, Jaime Krsto Ferkic, Britta Geister, Florian Hein, Daniel Mühe, Johanna Oetzmann, Sofia Flesch Baldin
Ausschnitte: aus der Jurydiskussion des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs 2016 mit gekürzten Wortbeiträgen von Meike Feßmann, Stefan Gmünder, Juri Steiner und Hildegard E. Keller Regie: Noam Brusilovsky
Produktion: SWR 2017 Länge: 59’06’’

Im Anschluss folgt eine Jurydiskussion und ein Publikumsgespräch mit Noam Brusilovsky (Bearbeitung und Regie), Dor Aloni (Schauspieler) und Andrea Oetzmann (Redaktion). 

 

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