Yaacov Agam

Never too late

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Werk - Never too late
Artist / Artist group
Yaacov Agam
Title
Never too late
Edition / Serial number
20
Copy Number
12
Category
multiple
Material / Technique
variable object ; 10 movable, silver plated metal elements, brass plate
Dimensions / Duration
27 x 2,5 x 5 cm
Collection
ZKM | Center for Art and Media Karlsruhe
Description

„Wir befinden uns in andauernder Metamorphose. Wir sind niemals die gleichen, und niemals wiederholen wir uns.“ [1] (Agam, 1958)



Das Thema Zeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des israelischen Künstlers Yaacov Agam, so auch in seinem 1966 entstandenen Werk »Never too late«. Neun versilberte und bewegbare Stahlstäbe sind hier auf einer schwarzen Messingplatte montiert. Sie stellen jedoch nur eine Momentaufnahme unendlicher Kombinationsmöglichkeiten dar. Jede Konstellation der Stäbe könnte auch eine andere sein – wird die Position eines Stabes verändert, wandelt sich das gesamte Erscheinungsbild.

Jener spielerische Zugang ist es, den Agam als bedeutender Vertreter der kinetischen Kunst mit »Never too late« aufzeigt. So war das Werk ursprünglich dafür gedacht von den BesucherInnen verändert zu werden. Sie sollten selbst immer neue Variationen der Stabanordnungen kreieren und sich somit an dem endlosen Spiel möglicher Relationen beteiligen. Auf diese Weise entstand ein Werk, das sich nicht durch Abgeschlossenheit, sondern andauernde Transformation auszeichnete, wodurch Künstler, Kunstwerk und BetrachterInnen miteinander in einen überzeitlichen Dialog traten.

Heute ist die Manipulation seitens der BetrachterInnen aus konservatorischen Gründen leider nicht mehr möglich.





[1] Yaacov Agam „Manifest“, in agam. Bilder und Skulpturen, Hg. Städtische Kunsthalle Düsseldorf, Ausst.-Kat. (Düsseldorf: Städtische Kunsthalle Düsseldorf, 1973), 6.

Author: Julia Ihls

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