- Ausstellung
Future Museology
Do, 17.09.2026 – So, 14.03.2027
„Future Museology“ erkundet neue Rollen von Kunstmuseen in Zusammenarbeit mit einem Konsortium aus neun nationalen und internationalen Kunstmuseen.
„Über die traditionellen Funktionen des Sammelns und Ausstellens von Kunstwerken hinaus untersucht die Ausstellung, wie Kunstmuseen mit der Gesellschaft in Austausch treten und und sich in öffentliche Räume ausweiten. Zugleich skizziert sie die zukünftige Ausrichtung des Busan Museum of Art vor dem Hintergrund der sich wandelnden Entwicklungen in der globalen Museumslandschaft.
In einer postdigitalen Ära, in der sich Gesellschaft, Institutionen und selbst unser Verständnis von menschlicher Existenz rapide verändern, stehen auch Museen an einem Wendepunkt. Während sich die Grenzen zwischen Expert:innen und Nicht-Expert:innen, zwischen Disziplinen, dem Lokalen und dem Globalen sowie dem Virtuellen und dem Realen zunehmend auflösen, stellt sich die Frage: Welche Rolle sollen Museen einnehmen und welche neuen Ansätze können sie verfolgen?
Das Busan Museum of Art präsentiert „Future Museology“ in Zusammenarbeit mit acht Museen aus der ganzen Welt. Indem die Ausstellung unterschiedliche Experimente und Praktiken dieser Institutionen zusammenführt, untersucht sie die Richtungen und Möglichkeiten, die sich für Museen in einer sich wandelnden Gesellschaft eröffnen.
Mit der Öffnung des Museums in einer neuen Form freuen wir uns darauf, Sie willkommen zu heißen, während wir gemeinsam die nächste Seite für Kunst, Gesellschaft und das Museum aufschlagen.“ – Jinsuk Suh (Direktor, Busan Museum of Art)
Performance Review
von Jonas Lund
Museen sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen von KI konfrontiert, was Fragen nach der Urheberschaft aufwirft und Institutionen vor die Herausforderung stellt, KI entweder als Werkzeug oder als Bedrohung einzuordnen. Jonas Lunds Performance Review experimentiert mit diesem System, indem es den Museumsbetrieb innerhalb eines Live-Agentic-Frameworks simuliert.
Die Arbeit inszeniert die gesamte kulturelle Pipeline, durch die Kunst produziert, bewertet, archiviert und verbreitet wird. Ein KI-Agent weist Arbeitende bei der Produktion von Kunstwerken an, verfasst Wandtexte, wertet die Reaktion des Publikums aus und erstellt kunsthistorische Referenzen. Auf diese Weise wird das Museum nicht als neutraler Container behandelt, sondern als eine Maschine offengelegt, die Legitimität, Wert und öffentliche Relevanz produziert.
In Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe präsentiert, entwirft Performance Review das Museum der Zukunft als eine teilautonome Institution: teils Fabrik, teils Archiv und teils Bewertungsmaschine. Die daraus resultierende Installation macht die häufig verborgenen Prozesse sichtbar, durch die Institutionen kulturelle Aktivität in Autorität verwandeln.
Innerhalb von Future Museology dient der AGENT als kritischer Spiegel. Er schlägt nicht lediglich ein mögliches Museum der Zukunft vor; er bewertet die Bedingungen, unter denen solche Zukünfte ausgestellt und legitimiert werden. Letztlich macht die Arbeit die Ausstellung selbst zum Material und fragt, wie Museen kulturellen Wert beurteilen, was geschieht, wenn diese Prozesse automatisiert und öffentlich werden, und welchen Platz die Menschen haben.
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Veranstalter