BEYOND MATTER Residency

Logo des Projekts Beyond Matter

BEYOND MATTER ist ein internationales, interdisziplinäres Projekt zur Wiederbelebung vergangener, wegweisender Ausstellungen und zur Verbreitung von Dokumentationen neben aktuellen Kunstwerken auf innovative Weise.

Die Partnermuseen und -galerien werden große und kleine Ausstellungen zur Messung und Förderung praxisorientierter Innovationen sowie Veranstaltungen zur Verbreitung der Projektergebnisse veranstalten. Im Rahmen von Artist–in–Residency–Programmen werden KünstlerInnen eingeladen, neue Arbeiten für diese Ausstellungen zu entwickeln, um sicherzustellen, dass das Projekt mit den neuesten zeitgenössischen Tendenzen in Einklang steht.

Theodoulos Polyviou 

Theodoulos Polyviou ist ein in London lebender Künstler. Er studierte Fine Arts und Visual Communication an der Kingston University und dem Royal College of Art London. In seiner Arbeit untersucht er die Schnittstellen zwischen VR-Technologien, performativen und skulpturalen Methoden. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die architektonischen Narrative queerer Räume und deren Übersetzung ins Digitale, um neue Perspektiven auf das wechselseitige Verhältnis von Raum und Gender aufzuzeigen. Theodoulos war schon als künstlerischer Leiter, Filmemacher und Visual Researcher an Projekten für Sony Music, Dazed Digital und Tate London beschäftigt.

Beyond Matter Resident: Theodoulos Polyviou

Eleni Diana Elia

Eleni Diana Elia ist Architektin und Designerin. Sie benutzt gestalterische Mittel, um Annahmen und Vorstellungen über die Rolle von Objekten für spezifische gesellschaftliche Lebensweisen in Frage zu stellen. Dafür nutzt sie sowohl den physischen als auch den virtuellen Raum, um Was-wäre-wenn-Szenarien zu entwickeln. Eleni studierte Architektur am Royal College of Art in London und arbeitete als 3D- und Set-Designerin unter anderem an Kampagnen für Audi, Apple, Vogue UK oder das Pitchfork Magazine.

Beyond Matter Resident: Eleni Diana Elia

Während des zweimonatigen Aufenthalts am ZKM werden sie gemeinsam mit David Kaskel, dem Gründer des Londoner Virtual-Reality-Studios Breaking Fourth, an der Konzeption und Umsetzung eines digitalen Ausstellungsraumes arbeiten. Als Basis einer daraus resultierenden Online-Platform, soll dieser Raum KünstlerInnen die Möglichkeit bieten, Kunstwerke für den digitalen Raum entweder komplett neu zu entwickeln oder bereits existierende Werke ins Digitale zu übersetzen. Welche Bedingungen bringt der digitale Raum für so ein Vorhaben mit sich? Welche Vorteile und Freiheiten bietet er gegenüber dem physischen Raum? Lassen sich zukunftsrelevante Verbindungen für die Anwendung im musealen Raum ableiten?

Ami Clarke

Ami Clarke ist Künstlerin und Schriftstellerin, die im Bereich multimedialer Anwendungen arbeitet (Video, Datenanalyse und VR)  und dabei vor allem die Verhaltensweisen in den Blick nimmt, die sich aus der Auseinandersetzung des Menschen mit Technologie entwickeln. Sie ist daran interessiert, eine Subjektivität anzuerkennen und zu durchdenken, die in Synthese mit ihrer Umwelt entsteht, und dadurch eine komplexe Intersektionalität priorisiert, die sowohl die Multi-Temporalitäten und Skalen als auch kognitive Zustände umfasst, die einige neue und einige sehr alte Machtverhältnisse in alltäglichen Zusammensetzungen wie bei »Track and Trace« zusammenbringt.

Ami Clarke, eine Frau mit langen Haaren und einer Brille mit dickem, viereckigem Rahmen, schaut auf einen Bildschirm. Dieser spiegelt sich in ihrer Brille.

Während der Residency wird sie einen »lebenden Apparatus« in VR entwickeln, der die komplexen Interdependenzen zwischen der beispiellosen Überwachung von »Track and Trace«, die dazu dient, Risiken zu »managen«, indem der Fluss von Körpern innerhalb einer viralen Umgebung moduliert wird, und der Art und Weise, wie die begleitende Datenanalyse den Staat und andere Akteure sowie die Märkte informiert, aufzeigt. Die Frage, ob die aktuelle Coronavirus-Pandemie Teil einer zunehmenden Dynamik bei der Übertragung von Tier zum Menschen ist, hat bereits viele zugrunde liegende Fäden aufgezeigt, nicht zuletzt fremdenfeindliche Tendenzen, die in den Vordergrund getreten sind. Ausgehend von früheren Arbeiten, die die Ära der Großen Depression thematisieren, und dem jüngsten Phänomen, bei dem aufgrund der Abwesenheit des Menschen ein »Füllhorn von Tieren« in das Stadtbild zurückkehrt, wird sie untersuchen, wie aufkommende Eigenschaften innerhalb einer VR-Umgebung und ihr Versagen als Kritik an der neuen Dynamik der postpandemischen Macht etwas von der Datenanalyse, die sie beeinflusst, offenbaren könnten.

Projekt Partner

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Centre national d’art et de culture Georges Pompidou
Weiss AG
Ludwig Múzeum – Kortárs Művészeti Múzeum
Tallinn Art Hall
Aalto University
Tirana Art Lab

Assoziierte Partner

École polytechnique fédérale de Lausanne, EPFL
HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim

BEYOND MATTER Cultural Heritage on the Verge of Virtual Reality

Projekt Partner

Assoziierte Partner

Mitfinanziert vom Programm Creative Europe der Europäischen Union

Gefördert von