Z_KinoMittwoch. Godfrey Reggio, Chris Marker
Godfrey Reggio: Koyaanisqatsi / Chris Marker: La Jetée
Mi, 17.10.2001, 20:30 Uhr
Diese Filmreihe des ZKM setzt sich kritisch und fernab vom Mainstream mit ausgewählten kulturellen und wissenschaftlichen Themen auseinander, die sich an den aktuellen Ausstellungsprojekten orientieren oder an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft angesiedelt sind. Im Oktober wird die Reihe des vorhergehenden Zyklus »Wissenschaft« fortgesetzt, wobei nun die Instrumentalisierung und der Missbrauch der Wissenschaft im Mittelpunkt stehen. Am heutigen Mittwoch, den 17. Oktober 2001, sind folgende Filme ab 20.30 Uhr im ZKM_Medientheater zu sehen: »Koyaanisqatsi« [1976-82; 87 min] von Godfrey Reggio und »La Jetée« [1962; 30 min.] von Chris Marker. »Koyaanisqatsi« von Godfrey Reggio [USA 1976-82; 87 min.] Experimenteller Dokumentarfilm über die Zerstörung der Erde durch die Menschen. Die filmische Meditation warnt vor einer entfremdeten Gesellschaft und ruft zu Veränderung, Selbstbesinnung und Rückkehr auf. Propagiert wird der Aufbruch zu Werten einer Kultur, die humane und religiöse Werte, gefühls- wie vernunftmäßiges Handeln einschließt. Der Film kommt ohne ein gesprochenes Wort aus und besticht durch die ungewöhnliche Montage von Bildern und Musik, die Philip Glass beisteuerte. »La Jetée« von Chris Marker [F 1962; 30 min., OMU] »La Jetée« erzählt die Geschichte eines Mannes, der von einem Erlebnis aus seiner Kindheit geprägt wurde. Die Szene, die ihn durch ihre Brutalität verstörte, ereignete sich auf der großen Besucherterrasse des Flughafens von Orly, einige Jahre vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Die narrative Struktur des Films geht auf Hitchcocks »Vertigo« zurück, den der Regisseur neunzehnmal gesehen haben soll. Diese rätselhafte Science-Fiction ist eine Reflexion über Erinnerung, Verlust und menschliches Schicksal, eine subversive Verteidigung menschlicher Unvollkommenheit gegenüber Technologie und totalitären Konformismus.
Organisation / Institution
ZKM