Sarah Schreier: Ich dachte, in Europa stirbt man nie
Ein orangenes Quadrat mit Augen auf blauem Hintergrund. Rechts und links davon kleinere Quadrate
ARD Hörspieltage 2016
Fr, 11.11.2016, 19:00 Uhr CET

Sie kommen aus Syrien, aus Afghanistan, aus Serbien, aus Angola und aus Nigeria. Sie wollen anonym bleiben, ihre Identität nicht preisgeben. Sie sind aus verschiedenen Gründen geflohen, haben Asyl beantragt, sind geduldet oder illegal in Deutschland. Ihr Zustand ist der permanente Transit, zwischen Gestern und Morgen, zwischen dem, was sie verlassen haben und dem, was sie erwartet. Die Dokumentarfilmerin Sarah Schreier hat in langen Vorgesprächen sechs Flüchtlinge – zwei Frauen und vier Männer – kennengelernt und im Oktober 2015 ins Hörspielstudio des rbb eingeladen. Dort haben sich die sechs ein Wochenende lang anhand von Gegenständen, die jeder mitgebracht hat und im Rahmen eines sorgfältig ausgewählten Settings gegenseitig ihre Geschichten erzählt. 

Sarah Schreier, 1980 in Jena geboren, studierte an der Bauhaus-Universität Weimar. Sie lebt und arbeitet heute als freie Autorin und Filmemacherin in Weimar. »Ich dachte, in Europa stirbt man nie« wurde im Januar 2016 zum Hörspiel des Monats gewählt und gewann die Bronze Medaille des New York Festivals in der Kategorie »National or International Affairs«. 

Mit: den Stimmen von sechs Menschen aus Syrien, Afghanistan, Serbien, Angola und Nigeria Regie: Alfred Behrens Produktion: rbb 2015 Länge: 52‘28‘‘

Begleitprogramm