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Kunstnetzwerke – Mitali Banerjee, Albert-László Barabási, Viola Lukács und Maximilian Schich im Gespräch

Do, 02.12.2021, 19:00 Uhr CET

Was sind Kunst-Netzwerke und wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert? Während die Wissenschaftler:innen Mitali Banerjee und Maximilian Schich diese Frage aus theoretischer Sicht beleuchten, sind die Kuratorin Viola Lukács und der Physiker Albert-László Barabási aktiv in das Kunstnetzwerk eingebunden.

Mitali Banerjee untersucht die Beziehung zwischen Erfolg, Kreativität und sozialen Netzwerken in der Kreativwirtschaft. Zu ihrem empirischen Kontext gehören moderne Künstler:innen des frühen 20. Jahrhunderts und Jazzmusiker:innen. Sie untersucht, wie die sozialen Netzwerke von Innovator:innen deren Bekanntheitsgrad über ihre Kollegen hinaus beeinflussen. In verwandten Forschungsarbeiten untersucht sie, wie das Ansehen von Produzent:innen unter ihresgleichen die Aufmerksamkeit beeinflusst, die sie in der Mainstream-Presse erhalten.

Das BarabásiLab begann 2016 Kunstnetzwerke zu untersuchen, indem es die Werkzeuge der Netzwerk- und Datenwissenschaft auf die Kunstwelt anwendete. Die Visualisierungen von »Das Kunstnetwerrk« die in der Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« im ZKM zu sehen sind, erfassen das weitgehend unsichtbare Netzwerk zwischen Tausenden von Kunstinstitutionen.

Viola Lukács arbeitet als Kuratorin, Forscherin und Beraterin für digitale Kunst, generative Kunst und NFTs. Innerhalb der digitalen Kunst haben sich Kunstnetzwerke, die Plattformen wie Twitter und diverse NFT-Marktplätze nutzen, um über Kunst zu diskutieren, Wissen auszutauschen und Interessengemeinschaften zu bilden, drastisch verändert.

Maximilian Schich entwickelte einen makroskopischen Blick auf die Kulturgeschichte, der Informationen durch die Aufdeckung menschlicher Mobilitätsmuster und kultureller Anziehungsdynamik unter Verwendung großer Mengen von Geburts- und Sterbedaten von mehr als 150.000 Personen produziert. Das daraus resultierende Netzwerk veranschaulicht die kulturellen Narrative Europas und Nordamerikas mit Hilfe von groß angelegten Visualisierungen und quantitativen dynamischen Werkzeugen und lässt historische Trends von kulturellen Zentren jenseits von spezifischen Ereignissen oder engen Zeitintervallen ableiten.

Aufgrund von COVID-19 wird das Festival nicht vor Ort für Besucher:innen zugänglich sein.
Die Aufzeichnung des gesamten Programms (darunter auch das Giga-Hertz-Preis-Konzert I und II sowie ein Vortrag von Christina Kubisch) können Sie nach dem Festival auf der Veranstaltungsseite oder auf dem ZKM YouTube Kanal sehen.

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