Tiara Roxanne

Porträt von Tiara Roxanne
© Foto: Augustín Farías

Biografie

Dr. Roxanne ist Wissenschaftler:in und Performancekünstler:in, deren Arbeit die Ethik der KI aus einer antikolonialen, ökofeministischen und cyberfeministischen Perspektive neu überdenkt. Derzeit hält Roxanne ein Forschungsstipendiatin am Disruption Network Lab in Berlin. Roxannes Forschung kritisiert, wie digitale Technologien auf der Ausbeutung von Ressourcen aus indigenen Gebieten beruhen, und untersucht, wie diese Infrastrukturen koloniale Hinterlassenschaften in sich tragen, die in Land, Körpern und Erinnerung verankert sind. Tiara Roxannes Buch erscheint in Kürze bei der University of California Press (2027) und führt Roxannes Konzepte des digital attunement und des technological haunt aus.

Roxannes künstlerische Praxis beruht auf der Erkenntnis, dass der Körper die erste Technologie ist. Diese Untersuchung begann mit einem Kurzfilm, der die verborgenen Grundlagen von KI für marginalisierte und indigene Gemeinschaften untersucht, und hat sich seitdem zu Performances in Bogotá und Berlin ausgeweitet, die ortsspezifische Ressourcen wie Erde, Boden und Land nutzen, um zeremonielle Akte der Verweigerung und der Beziehung zu schaffen.

Roxanne leitet zudem Seminare, Workshops und kuratorische Projekte, die auf indigenen feministischen Methodologien basieren, und führt Studierende in ethische und dekoloniale Ansätze zur Archivierung und Rückführung von Kulturgütern ein. International anerkannt, war Roxanne Mitglied der Jury für das Just Tech Fellowship (NYC), das Mensch-Maschine-Fellowship (Akademie der Künste Berlin / E-Werk Luckenwalde) und die Transmediale Vilém-Flusser-Residenz für künstlerische Forschung.

Tiaras Arbeiten wurden u.a. präsentiert bei: ARS Electronica (Linz), Images Festival (Toronto), Squeaky Wheel Film and Media Art Center (NY), Trinity Square Video (Toronto), Leuphana Universität (Lüneburg), European Media Art Festival (Osnabrück), Universität für angewandte Kunst (Wien),  SOAS (London), SLU (Madrid), Transmediale (Berlin), Duke University (NC), Cambridge University (UK), Tech Open Air (Berlin), AMOQA (Athen), Zürcher Hochschule der Künste (Zürich), Autonome Interkulturelle Indigene Universität (Kolumbien), Universität Utrecht (NL), University College London (UK), University of California (San Diego), Münchener Kammerspiele (München), Laboratorio Arte Alameda (Mexiko-Stadt), Fuchsbau Festival (Hannover), MUTEK (Montreal).

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