Die Schönheit der Uniformität
Do, 14.10.2004, 10:30 Uhr CEST

Das Symposium widmet sich Erscheinungen serieller Gleichförmigkeit von Kleidung und Körper. Uniformität wird als soziokulturelles Phänomen verstanden, das einen wesentlichen Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse ausübt. Die Begriffe »Uniform« und »Uniformität« sind negativ konnotiert, weil sie mit Ordnungsmächten [Militär, Polizei] assoziiert werden. Gleichförmige Bekleidungsformen sind jedoch sowohl Teil eines alltäglichen individuellen Orientierungsmodells als auch ein Strukturmodell der industriell gefertigten Massenkonfektion. Das Symposium betrachtet Beispiele von Uniformierungsprozessen in sowohl historischen als auch im Umbruch befindlichen Kontexten wie Kirche, Militär und Wirtschaftsunternehmen [Corporate Fashion] sowie aus den Bereichen des modernen aktuellen Konsums: die Mode der subkulturellen Stile und der alltäglichen Medien [Film, Internet]. Die Untersuchungen werden im Programm »Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften« von der VolkswagenStiftung [Hannover] gefördert.
 

Programm

10.30 Uhr
Eröffnung mit Gabriele Mentges (Dortmund) und Birgit Richard [Frankfurt a. M.]
»Die Schönheit der Uniformität«

11.00–12.00 Uhr
Andrew Bolton [New York]
»Military technology and Uniformity in Fashion« [in engl. Sprache]

12.00–13.00 Uhr
Efrat Tseelon [Dublin, Irland]
»Identity, Uniformity and Masquerade« [in engl. Sprache]

13.00–14.30 Uhr
Pause

14.30–15.00 Uhr
Sven Drühl [Frankfurt a. M.]
»Der uniformierte Künstler«

15.00–15.30 Uhr
Dagmar Konrad [Dortmund]
»Das Kloster«

15.30–16.00 Uhr
Regina Henkel [Dortmund]
»Die Stewardess«

16.30–17.00 Uhr
»Customize me! Individualisierung in der Massenmode«

17.00–17.30 Uhr
Alexander Ruhl [Frankfurt a. M.]
»Faszination Fighter: Das Musikvideo als uniformierendes Militärevent«

17.30–18.30 Uhr
Valerie Steele [New York]: »Fashion and Uniform«[in engl. Sprache]

Moderation: Gabriele Mentges, Klaus Neumann-Braun und Birgit Richard
 

Impressum
Kooperationspartner

ZKM

Sponsoren

VolkswagenStiftung [Hannover]