Hans G. Helms: Komponieren im Grenzbereich zwischen Sprache und Musik
Do, 18.11.2004 19:00

Hans G Helms (*1932) ist experimenteller Poet und Komponist, Sprachwissenschaftler und gesellschaftskritischer Autor. Er war Schüler Siegfried Kracauers und Jürgen Kucynskis und veröffentlichte zahlreiche international beachtete Publikationen, darunter »Die Ideologie der anonymen Gesellschaft« (1966), »Fetisch Revolution« (1968), »Die Stadt als Gabentisch« (1992), »Musik zwischen Geschäft und Unwahrheit« (2001). 1959 publizierte er ein Werk mit dem chiffreartigen Titel Fa: m’Ahniesgwow. Es ist weder Literatur noch Musik und verdankt sein Material der Polyglottie der unmittelbaren Nachkriegszeit, die nach wie vor von den Stimmen des Antisemitismus und Nationalsozialismus bestimmt war. Helms experimenteller Sprachgebrauch setzt sich davon ab, seine ästhetischen Mittel bilden zugleich Strategien politischer Kritik und Analyse.

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