Tim Otto Roth: 100 Tage. 100 Imachinationen
26.11.2004 – 06.03.2005

„Die Bilder dienen nicht mehr dazu, die Welt zu verstehen, sondern die Bilder dienen dazu, Daten zu verstehen“, sagt Peter Weibel. In seinem Projekt »100 Tage - 100 Imachinationen« benutzt Tim Otto Roth solche Art Datenströme, um die Welt dahinter durch die Imagination wieder sichtbar zu machen. Aus der Überlagerung zweier aus senkrechten Verläufen bestehenden Mustern entstehen seine Bilder und verändern sich jeden Tag um die Hälfte, indem eines der Verlaufsmuster – beruhend auf der Zahl Pi – wechselt. Durch Roths delokalisierenden Eingriff – ein und dasselbe Bild erscheint gleichzeitig an mehreren Orten – weist er auf eine neue Qualität webbasierter Bilder hin: deren potentielle Ortslosigkeit. Zeitgleich starten die »Imachinationen« am International Conference and Research Center for Computer Science Schloß Dagstuhl, einem Mekka für Informatiker weltweit. Der inzwischen mehrfach ausgezeichnete Medienkünstler setzt damit sein Projekt fort, das er 2002 in Kassel begonnen und im letzten Jahr u.a. mit einer arktischen Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts auf Spitzbergen am nördlichsten zivilen Knotenpunkt im World Wide Web präsentiert hatte. Auf einer drei Meter hohen und zwölf Meter breiten Projektion ist diese netzbasierte Bildserie vom 26. November 2004 bis zum 6. März 2005 auf dem Vorplatz von ZKM und Städtischer Galerie zu sehen.

Organisation / Institution
ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie

Mitwirkende