Vortrag/Gespräch

Chris Toumey: Aesthetic Resources for Molecular Knowledge

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Date
Duration (H:m:s)
32:35
Duration in Seconds
1955
Width
640
Height
360

Description

Ein nicht unwesentlicher Grund für die Popularität und Aktualität der Nanotechnologie ist die Verbreitung detaillierter, hochqualitativer Abbildungen von Atomen, Molekülen und Nanoobjekten, aufgenommen mit dem Rastertunnelmikroskop (RTM) oder Rasterkraftmikroskop (RKM). Der Nanokosmos wird mittels konventioneller Methoden in eine dreidimensionale Topografie umgewandelt. Hierbei treten allerdings Unstimmigkeiten zwischen Objekt und Repräsentation in Erscheinung. Da Nanoobjekte weitaus kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts, handelt es sich bei den Farben, Schattierungen und anderen Qualitäten um willkürliche Darstellungshilfen. Die Abbildung eines Atoms oder Moleküls kann unmöglich wie ein Atom oder Molekül aussehen. Philosophen, Künstler und andere Gruppen haben dieses Paradox eingehend untersucht. Man sollte indessen nicht nur sehen, was an den Bildern falsch ist, sondern auch, was an ihnen der Realität entspricht. Enthalten sie brauchbare visuelle Anhaltspunkte? Um diese Frage zu beantworten, wenden wir uns ästhetischen Präzedenzfällen zu, etwa dem kubistischen Prinzip der Simultaneität (simultaneité), das uns zu interinstrumentalen Versuchstechniken führt. Durch die Anwendung ästhetischer Mittel gelingt es uns, visuelle Informationen aus den Nano-Bildern zu extrahieren, ohne deshalb aus den Augen zu verlieren, dass die Relation von Molekül und Abbildung Diskontinuitäten aufweist.

Tags

  • Molekulare Ästhetik
  • Molekularwissenschaft

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