Barbara Hammann
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Barbara Hammann (1945, Hamburg – 2018, München) war eine deutsche Künstlerin und Kunsthistorikerin. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Kunstgeschichte, Philosophie, Theaterwissenschaft und Psychologie an der Universität München und an der Universität Wien. 1972 promovierte sie an der Ludwig-Maximilian-Universität mit einer Dissertation über den deutschen Maler Hans Hinrich Rundt. Bis 1976 leitete sie die Auslandsredaktion des Kunstmagazins »Weltkunst« und arbeitete daneben als freie Redakteurin und Lektorin sowie für Rundfunk und Fernsehen.
Ab Mitte der 1970er-Jahre wandte sich Barbara Hammann der Kunst zu und arbeitete in unterschiedlichsten Medien – Video, Fotografie, Installation, Performance, Theater, Straßenaktion, Dia, Skulptur, Zeichnung und Künstlerbuch. Nachdem sie zunächst Bühnenbilder entwarf und dafür ausgezeichnet wurde, widmete sie sich zunehmend dem Medium Video. In ihren Videoinstallationen untersuchte sie die physikalischen Grundlagen des Mediums, seine Funktion als Wahrnehmungsdispositiv sowie das Potenzial von Rückkopplungsschleifen und Selbstbeobachtung. Sie schuf sowohl Videoperformances ohne Publikum als auch interaktive Videoarbeiten. Ausgehend von ihrer Position als Frau in der Gesellschaft anaylsierte Hammann die Beziehung des Individuums zu seiner Umgebung und voyeuristische Blickstrukturen. Sie beschäftigte sich mit der Darstellung des weiblichen Körpers sowie der Rolle der Künstlerin und kritisierte explizit die männliche Dominanz in der Münchner Kunstszene. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit war der Umgang der Gesellschaft mit dem Tod. Nach einer Reise zu den Osterinseln thematisierte sie zudem die koloniale und ethnologische Aneignung indigener Objekte.
1982 erhielt Barbara Hammann den Kunstpreis ars viva, 1985 das Gabriele-Münter-Stipendium der Stadt München. Von 1992 bis 2006 war sie Professorin an der Kunsthochschule Kassel. Sie lebte und arbeitete in München.
Das audiovisuelle Archiv von Barbara Hammann, das sich seit 2015 am ZKM befindet, umfasst ca. fünfhundert analoge und digitale Videobänder, DVDs und Musikkassetten ihrer Videoarbeiten sowie der Dokumentationen ihrer Installationen.
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