Klaus Schilling
Biografie
Klaus Schilling studierte von 1956 bis 1959 Physik an der Universität Tübingen und spezialisierte sich an der Universität Bonn auf theoretische Kernphysik. Seine Magisterarbeit aus dem Jahr 1963 mit dem Titel „Radiale
Anomalien von Kernen nahe magischen Kernzahlen“ wurde mit einer
ausgezeichneten Note bewertet. Seit 1960 ist er Mitglied der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Von 1963 bis 1966 studierte er theoretische Elementarteilchenphysik an der
Universität Hamburg und widmete seine Doktorarbeit (unter der Betreuung von G. Kramer) der phänomenologischen Analyse von e–p-Kollisionen. Nach der Verteidigung seiner Dissertation „Peripheral Photoproduktionsprozesse bei hohen Energien“ mit der Note summa cum laude im Jahr 1966, blieb er dort als Postdoktorand bis 1968, als er ein Stipendium der Max-Kade-Stiftung für einen Forschungsaufenthalt in den Jahren 1968/69 am Caltech und am SLAC erhielt.
Von 1969 bis 1971 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Theorieabteilung des CERN. 1971 wurde er zum außerordentlichen Professor für theoretische Physik an der Universität Bielefeld (BU) ernannt. Von 1974 bis 2002 war er ordentlicher Professor für theoretische
Physik an der Gesamthochschule Wuppertal (BUW), wo sich seine Forschung auf die Überprüfung der Quantenchromodynamik (QCD), der Theorie der starken Wechselwirkungen, durch Computersimulationen unter Verwendung der Gitter-Eichtheorie (LGT) konzentrierte.
1986 war er Mitinitiator einer gemeinsamen DFG-Forschungsgruppe der BUW und der BU, die die LGT-Forschung auf Supercomputern sowohl lokal als auch national maßgeblich vorantrieb: (a) durch die Installation von CM-2- und CM-5-Systemen am BUW (finanziert durch die DFG) und (b) durch die Gründung einer neuen LGT-Forschungsgruppe am KFA in Jülich (finanziert durch DESY). Er leitete diese Gruppe von 1994 bis 2000.