Elvira Garifzyanova

Biografie

Elvira Garifzyanova wurde in Russland in eine Familie von Berufsmusikern geboren. Sie studierte an der Musikschule für hochbegabte Kinder am staatlichen Konservatorium in Kazan Klavier bei Prof. Irina Dubinina (Schülerin von Jakov Sak und Lev Oborin) und Komposition bei Prof. Alexander Rudenko (Kompositionsschule von Albert Leman). Garifzyanova schloss ihr Studium am selben Konservatorium mit Diplomen in Klavierspiel und Komposition ab. Anschliessend besuchte sie Weiterbildungen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Gerhard Müller-Hornbach, an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich bei Prof. Isabel Mundry und bei Gerald Bennett (elektronische Musik) sowie an der Haute École de Musique in Genf bei Michael Jarrell, Luis Naon und Eric Daubresse (composition mixte). Im Jahr 2010 wurde sie von einer Jury des renommierten Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) in Paris für einen Kurs ausgewählt, welchen sie im Jahr 2011/2012 abschloss.

Sie besuchte Meisterkurse bei Brian Ferneyhough, Hanz Zender, André Richard (Aufführungspraxis – elektroakustische Musik), Ivan Fedele, Mauro Lanza, Denis Smalley, Philippe Leroux sowie im Rahmen der Impuls-Akademie 2013 in Graz bei Georges Apergis, Chaya Chernowin, Georg F. Haas und Beat Furrer.

Garifzyanova wurde an verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und gewann u.a. den ersten Preis des internationalen Kompositionswettbewerbs für die Orgel der Catedral del Buen Pastor de Donostia in San Sebastian (Spanien). Sie ist Preisträgerin des Kompositionswettbewerbs des Ensembles für neue Musik Zürich (Schweiz) und des DAAD-Wettbewerbs (Frankfurt am Main). In 2011 wurde im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals eine ihrer Kompositionen für die Finalrunde des Kompositionswettbewerbs um den Paul Hindemith Preis ausgewählt. Ihr Werk »Aurora borealis« für Flöte und Live-Elektronik wurde am internationalen Wettbewerb für elektronische Musik »Musica Nova 2013« in Prag mit einer Ehrenmeldung ausgezeichnet.

Sie bekam Werkbeiträge vom DAAD (Deutschland), von der Mozart Stiftung (Frankfurt am Main) und von der Basler Paul Sacher Stiftung für Forschung im Rahmen ihrer Dissertation. Sie erhielt ein Stipendium zum Besuch der internationalen Ferienkurse für Neue Musik 2008 in Darmstadt (Deutschland), sowie ein Bundesstipendium für einen Aufenthalt in der Cité Interantionale des Arts in Paris.

In 2013 bekam sie ein Stipendium der Experimentalstudio-Akademie »Matrix 13« in Freiburg (Deutschland), wo sie Meisterkurse bei Helmut Lachenmann, Marc Andre, Philippe Manoury, Alwynne Pritchard, Johannes Maria Staud, Detlef Heusinger und dem Team des Experimentalstudios Freiburg besuchte.

Im April 2013 wurde sie für einen Opernworkshop bei Peter Eötvos und Luca Francesconi ausgewählt.

Elvira Garifzyanova war Artist in Residence am Visby International Centre for Composers in Gotland (Schweden), im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in Eckernförde (Deutschland) und im Künstlerhaus Salzwedel (Deutschland).

Mehrere ihrer Produktionen wurden von Radio Bayern, Radio SWR (Deutschland) und dem Schweizer Radio DRS-2 aufgenommen.

Im Rahmen der ersten Aeolian Academy der Jeunesses Musicales Deutschland, arbeitete sie zusammen mit Carin Levine (Flöte), Peter Veale (Oboe) und Pascall Gallois (Fagott). Zu weiteren Zusammenarbeiten kam es mit Mircea Ardeleanu (Schlagzeug), Hilliard-Ensemble (GB), Ensemble für Neue Musik Zürich (CH), Carola Schlüter (Sopran), John-Noel Attard (Klavier), Antonio Politano (Paetzold Blockflöten) sowie dem Ensemble »Prime«. Ebenso arbeitete sie mit dem Symphonie Orchester des SW-Radio Stuttgart (Deutschland) und anlässlich eines Workshops mit dem SWR-Symphonie Orchester unter der Leitung von Manfred Trojahn, ferner mit dem Berner Symphonieorchester (CH), dem Musikkollegium Winterthur (CH), den Musikern des Tonhalle-Orchesters Zürich, dem Ensemble Les Cornets Noirs Basel und der Zürcher Kantorei zu Predigern, der Berner Kantorei, der kleinen Kantorei unter der Leitung von Johannes Günther.

Ihre Kompositionen wurden am 20. Internationalen Festival für Neue Musik »Sound Ways« St.-Petersburg (Russland), am »Next Generation 4.0 Kommunikation« Festival im ZKM Kubus in Karlsruhe (Deutschland) und am Archipel Festival in Genf (CH) aufgeführt.

Sie erhielt Werkaufträge vom Tonhalle-Orchester Zürich, von der Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik in Frankfurt am Main (Deutschland), dem Hilliard Ensemble (GB), Mircea Ardeleanu (Schlagzeug) und dem Berner Symphonieorchester.

Seit 2010 ist sie bei der Schweizerischen Musikedition SME/EMS vertreten.

Elvira Garifzyanova unterrichtete Gehörbildung und war mehrere Jahre als Klavierdozentin an der Musikabteilung der staatlichen Pädagogischen Universität von Kazan (Russland) tätig. Danach unterrichtete sie in Zürich Musiktheorie, Komposition und Improvisation an der »Zakhar Bron School of Music« und war ebenfalls in Zürich als Organistin an der Kirche St. Katharina tätig.