Rune Mields

Geburtsjahr, Ort
1935, Münster, Deutschland
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie
Rune Mields wurde 1935 in Münster geboren. Seit 1970 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Sie lebt in Köln.
 
Rune Mields verwandelt in ihren konzeptuellen Arbeiten die Abstraktion mathematischer Operationen in Bilder. Zahlen und Zahlensysteme sind in jeder Kultur Bestandteil des Weltbildes und bestimmen die Strukturen des Rationalen im kulturellen Gefüge. Oft haben sie auch magische Bedeutung. In den vielteiligen Werkgruppen von Zeichnungen und Gemälden arbeitet Rune Mields an der Erforschung und Visualisierung dieser Zahlensysteme und ihrer Bedeutungen. Sie bringt Ordnungskonzepte in die Gestalt von Malerei. Seit Beginn der siebziger Jahre waren es zuerst die Rohrbilder, deren einfache Formen Perspektive, Dynamik und geometrische Symbole miteinander verbanden. Immer wieder tauchen im Werk von Rune Mields Primzahlen auf - Zahlen, die nur durch sich selbst und durch Eins teilbar sind. In Werkgruppen setzt sich Mields mit Zeichensystemen und Schöpfungsmythen auseinander, dem abendländischen Ideal der Schönheit, Farbensystemen und Musik.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1969 Galerie Kuhn, Aachen
1970 Von der Heydt-Museum, Wuppertal
1971 Westfälischer Kunstverein, Münster
1977 Kunsthalle Kiel
1979 Haus am Waldsee, Berlin
1983 Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach
1985 Museum Hedendaagse Kunst, Utrecht
1988 Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden
1991 Stará Radnice, Brno
1992 Altes Rathaus, Göttingen
1994 Kunstverein Schwerte
1996 Marburger Universitätsmuseum für Bildende Kunst, Marburg; Galeria Juana de Aizpuru, Sevilla
1997 Kunstsammlung im Romantikerhaus, Jena; »Lebenszeichen«, Galerie Harthan, Stuttgart; Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, Theatinerkirche, München; Museum of Fine Arts, Budapest
 
Gruppenausstellungen (Auswahl)
 
1970 »Giovane Pittura Tedesca«, Galleria Levante, Mailand
1974 »Geplante Malerei«, Westfälischer Kunstverein, Münster
1976 »Frauen machen Kunst«, Galerie Philomene Magers, Bonn
1977 »Künstlerinnen international 1877-1977«, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Schloss Charlottenburg, Berlin, anschließend Kunstverein Frankfurt/M; documenta VI, Kassel
1979 »Sprachen jenseits von Dichtung«, Westfälischer Kunstverein, Münster
1981 »Typisch Frau«, Galerie Philomene Magers; Bonner Kunstverein, Bonn
1985 »Zugehen auf eine Biennale des Friedens«, Kunstverein, Kunsthaus Hamburg
1986 »Androgyn - Sehnsucht nach Vollkommenheit«, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin
1990 »Blau: Farbe der Ferne«, Kunstverein Heidelberg
1995 »Wiederbegegnung mit Unbekanntem«, Diözesanmuseum, Köln; »Art as Thought, Art as Energy«, Architekturmuseum, Wroclaw
1996 »Dea Syria«, Frauenmuseum, Bonn; »Berechenbarkeit der Welt«, Banner Kunstverein, Bonn
1997 »Magie der Zahl«, Staatsgalerie Stuttgart

[Frauke Syamken, 1997]