Refik Anadol: Machine Hallucinations – Satellite Simulations: B (2021)

THE SCREEN (13.–27. März 2026)

© Refik Anadol © Foto: ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Chiara Bellamoli

In seinen digitalen Werken erforscht der türkisch-amerikanische Medienkünstler Refik Anadol die kreativen Fähigkeiten künstlicher Intelligenz. Mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen verwandelt der Künstler, der seit Jahren eng mit dem ZKM verbunden ist, große Datensätze in fließende Visualisierungen. Es entstehen abstrakte, als „AI Data Paintings“ (AI Datengemälde) bezeichnete Bilder aus sich bewegenden Linien, Flächen, Wellen oder Strudeln mit sogartiger Wirkung, die für den Künstler das Träumen der Maschinen visualisieren.

Der Arbeit Machine HallucinationsSatellite Simulations: B liegt ein Datensatz von mehr als zwei Millionen Bilder zu Grunde, die von den Weltraumteleskopen der Internationalen Raumstation ISS, Hubble oder dem Magdalena-Ridge-Observatorium in New Mexico erfasst und aufgezeichnet wurden. Die über GAN-Algorithmen zu dynamischen Formen verarbeiteten Bilder laden die Betrachtenden dazu ein, über das Potenzial der KI nachzudenken – nicht nur als Werkzeug zur Nachahmung der Wirklichkeit, sondern als Mittel, um neue, über die Realität hinausgehende Wahrnehmungsräume zu schaffen.

Machine Hallucinations – Satellite Simulations: B, 2021

AI Data Painting, Video, Farbe, Ton, 16 Min., Loop

Eine Leihgabe der Art Collection Telekom.

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