Moving Images from Indonesia
Sa, 10.12.2011, 14:00 Uhr

Temporäre Präsentation der Videoarbeiten in der Ausstellung, studio im MNK (1. OG): 09.12.11 –08.01.12

Seit Anfang der 90er Jahre spielt das Medium Video eine Rolle in der zeitgenössischen Kunst Indonesiens. Damals waren es Pioniere wie Krisna Murti, Teguh Ostentrik und Heri Dono, die mit Video experimentierten, um das kreative Spektrum ihrer multidisziplinären Installationen zu erweitern. Der Gebrauch von Video entwickelte sich allerdings nicht aus der künstlerischen Praxis, sondern aus einer kritischen Auseinandersetzung mit der Unterhaltungs- und vor allem der Fernsehindustrie.

Nach der Post-Suharto Ära (bekannt auch als Era Reformasi, ab 1998) hat sich dank der Meinungsfreiheit der Schwerpunkt von vorwiegend gesellschaftskritischen zu persönlichen und spielerischen Arbeiten verschoben. Es handelt sich sozusagen um eine zweite und jüngere Generation, die sowohl mit dem Fernsehen als auch mit Internet, Musikvideos und Mobilfunk aufgewachsen ist. In dieser Zeit tauchen unterschiedliche Initiativen im Bereich des Videoaktivismus auf und innerhalb der künstlerischen Szene verbreitet sich das kreative Experimentieren mit Video.

Über eine geschichtliche Einführung hinausgehend, wird der Vortrag von Katerina Valdivia Bruch einen Einblick in der Praxis des Videoaktivismus und der Künstlerinitiativen in Indonesien geben, die sich der Recherche, der Dokumentation und Informationsverbreitung des Mediums Video widmen. Im Anschluss wird der Künstler Krisna Murti über die Besonderheiten der Videokunstszene Indonesiens im Kontext Südostasiens sprechen, und der Kurator Agung Hujatnika einen Rückblick über das OK. Video – Jakarta International Video Festival geben, welches seit 2003 jedes zweite Jahr in der Hauptstadt stattfindet, und über die Bedeutung dieses Events in der Kunstszene Indonesiens berichten.

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