Alba D'Urbano

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Die Medienkünstlerin Alba D’Urbano (*1955, Tivoli, Italien) setzt sich in ihren Videos sowie ihren interaktiven Video- und Computerinstallation mit den Veränderungen der Wahrnehmung von Wirklichkeit durch den Einfluss digitaler, manipulierbarer Bilder der Massenmedien auseinander. Zunächst richtete sie ihren Fokus auf das Verhältnis von Schrift, Zeichen, Raum und neuen Medien. Später untersuchte sie die mediale Konstruktion von Körperbildern im Zeitalter digitaler Medien – etwa die Metamorphose des Mediums Porträt und der Selbstwahrnehmung, die Darstellung des weiblichen Körpers sowie die Haut als Interface. Dabei regt sie immer ein Nachdenken über Medien an und spielt mit den Erwartungen und Verhaltensnormen in der Begegnung mit digitalen (Selbst-)Bildern.

Alba D’Urbano studierte von 1974 bis 1978 Philosophie an der Universität La Sapienzia in Rom und war Teil der italienischen Avantgarde, die mit neuen Kommunikationstechnologien experimentierte. Sie produzierte Radiosendungen für den alternativen Sender Radio Gulliver in Tivoli. Von 1978 bis 1983 studierte sie Malerei an der Accademia di Belle Arti in Rom. In dieser Zeit arbeitete sie unter anderem mit dem Komponisten Alessandro Cipriani zusammen und realisierte Performances, Super-8-Filme und künstlerische Aktionen im öffentlichen Raum. 

Von 1984 bis 1989 studierte sie Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin. Anschließend war sie Stipendiatin am Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main, das von Peter Weibel geleitet wurde. Sie lernte ihren späteren Ehemann Nicolas Reichelt kennen, mit dem sie intermediale Projekte umsetzte. Nach ersten Lehraufträgen, etwa 1993 am Institut für Neue Medien, erhielt sie 1995 den Lehrstuhl für Computergrafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Dort leitete sie ab 1998 die Klasse für Intermedia. Seit 2000 kollaboriert sie regelmäßig mit Tina Bara.

Im Archiv des ZKM befinden sich seit 2011 dreizehn Videobänder mit frühen Werken aus den 1980er-Jahren, die digitalisiert wurden. Die computerbasierte Installation »Touch Me« (1995) ist zudem Teil der ZKM | Sammlung.

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