Christian Boltanski

Geburtsjahr, Ort
1944, Paris, Frankreich
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie
Christian Boltanski wurde 1944 in Paris geboren. 1997 wurde er von der Stiftung Bremer Bildhauerpreis für seine Arbeit mit dem Roland-Preis für Kunst im öffentlichen Raum geehrt. Er lebt und arbeitet in Malakoff bei Paris.   Mit dem Thema der Erinnerung beschäftigt sich der Autodidakt Boltanski seit seinem ersten Film »La vie impossible de Christian Boltanski« (1968). Nach seinem Anfang als Maler dreht er in den sechziger und siebziger Jahren Filme und macht mehrere Künstlerbücher. Für seine zahlreichen Installationen beginnt er, Nachlässe und Familienalben aufzuarbeiten. Gefundene Fotografien Unbekannter oder alte Zeitungsabbildungen vergrößert er, sodass die Gesichter bis an den Rand der Zeichenhaftigkeit abstrahiert werden. In anderer Form dienen aufgehäufte Kleidungsstücke oder gestapelte verzinkte Blechdosen, die über Fotografien Personen zugeordnet sind, als Anlass zur Erinnerung. In meist abgedunkelten Räumen beleuchtet Boltanski die gerahmten Fotografien mit kleinen Bürolampen oder lässt Schattenfiguren an den Wänden tanzen. Ihre Atmosphäre ruft Assoziationen an Friedhöfe, Kolumbarien oder Konzentrationslager wach: Orte, die den Tod zum Thema haben.   Einzelausstellungen (Auswahl)   1968 »La Vie impossible de Christian Boltanski«, Cinéma le Ranelagh, Paris (Filmvorführung) 1971 »Aspects de l'avantgarde en France«, Galerie Sonnabend, Paris 1973 »Les Inventaires«, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 1988 Museum of Contemporary Art, Chicago, anschließend San Francisco Museum of Contemporary Art, San Francisco, The New Museum of Contemporary Art, New York 1990 Whitechapel Art Gallery, London 1991 »Inventar«, Hamburger Kunsthalle, Hamburg 1994 »Christian Boltanski, Retrospective«, Museet for Samtidskunst, Oslo 1995 »Menschlich«, Kunsthalle Wien 1996 Neues Museum Weserburg, Bremen; »Christian Boltanski, Advento«, Sto. Domingo de Bonaval, Centro Galego de Arte Contemporánea, Santiago de Compostella; »Passie/Passion«, DE PONT Stichting, Tilburg; »Sterblich«, Hessisches Landesmuseum Darmstadt 1997 National Museum of Contemporary Art, Seoul   Gruppenausstellungen (Auswahl)   1972 documenta V, Kassel 1977 documenta VI, Kassel 1981 »Westkunst«, Museen der Stadt Köln 1986 Biennale di Venezia, Venedig; »Chambres d'amis«, Museum van Hedendaagse Kunst, Gent 1987 documenta VIII, Kassel 1989 Einleuchten, Deichtorhallen, Hamburg 1991 »Die Endlichkeit der Freiheit«, Berlin 1993 »Konstruktion Zitat«, Sprengel Museum Hannover 1995 »Take me (I'm yours)«, Serpentine Gallery, London, anschließend Kunsthalle Nürnberg 1996 »D'une œuvre l'autre«, Musée Royal de Marimont 1997 »Deep Storage«, Haus der Kunst, München; »Die Epoche der Moderne«, Martin-Gropius Bau, Berlin  [David Richardt, 1997]