Jake Elwes

Zu sehen ist der Künstler Jake Elwes im s/w Portrait.
Geburtsjahr, Ort
1993, London, Vereinigtes Königreich
lebt und arbeitet in
London, Vereinigtes Königreich
Biografie

Jake Elwes ist 1993 in London geboren, wo er derzeit auch lebt und arbeitet. Seine jüngsten Arbeiten beschäftigen sich mit Künstlicher Intelligenz und untersuchen deren Hintergründe von Technologie, Philosophie und Ethik. Elwes schloss 2017 mit einem Bachelor of Arts in Bildender Kunst an der Slade School of Fine Art (UCL) in London ab, nachdem er 2016 auch das SAIC (School of the Art Institute of Chicago) und 2012 die Central St. Martins (Stiftung) besuchte. Derzeit arbeitet er zusammen mit Steve Fletcher in der The Artists’ Development Agency.

Elwes stellte in Großbritannien und auch international aus, darunter Bloomberg New Contemporaries 2017, Newcastle & London, UK; Ars Electronica 2017, Linz, Österreich; Victoria and Albert Museum, London, UK; City Loop, Barcelona, Spanien; NIPS 2017, Long Beach, US; Nature Morte, Delhi, Indien; ZKM | Karlsruhe, Deutschland; Frankfurter Kunstverein, Deutschland und Centre for the Future of Intelligence (CFI), Cambridge, UK.

 

Vortrag auf der Open Conference »Kunst und Künstliche Intelligenz«

Dieser Vortrag befasst sich mit der Rolle von Deep-Learning-Algorithmen in den Arbeiten von Elwes. Die kreativen Möglichkeiten des maschinellen Lernens und die Implikationen der Generierung neuer originärer Inhalte aus einem Algorithmus, der aus riesigen Datenmengen mittels generativer neuronaler Netze gelernt hat, erscheinen konzeptionell außergewöhnlich. Erste Experimente umfassten das Erzeugen von Bildern von elektrischen Schafen, Wolken am Himmel und das Austricksen eines zensierenden Algorithmus zur Herstellung synthetischer Pornografie. Elwes fuhr fort zu fragen, wie weit er einen Algorithmus bringen kann, der geschult wurde um menschlich erkennbare Bilder zu abstrahieren und unvorhersehbare Ergebnisse zu generieren (Latent Space 2017), sprach- und bilderzeugende Modelle zu Gesprächen anzuregen (Closed Loop 2017) und neuronale Vögel in eine natürliche Landschaft zu übertragen (Cusp 2019). 

Dieses sich schnell entwickelnde Gebiet wirft viele Fragen auf, von alten philosophischen, politischen und ethischen Fragen bis hin zu kreativen Dilemma. Was passiert mit der künstlerischen Tätigkeit bei der Arbeit mit künstlicher Intelligenz? Was bedeutet es, kreativ mit einem unvorhersehbaren Algorithmus zusammenzuarbeiten, aus unbeaufsichtigten Datensätzen zu lernen, und wie passt das in eine Geschichte der Konzept- und Systemkunst?