THE SCREEN. Drei Positionen zu KI und Kunst
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Pressemitteilung
Sechs Wochen KI und Kunst im Großformat:
ZKM | Karlsruhe startet „THE SCREEN“
Mit „THE SCREEN” eröffnet das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ein neues Format im Lichthof 8: Über sechs Wochen hinweg werden auf einer großformatigen LED-Wand drei künstlerische Positionen präsentiert, die sich auf unterschiedliche Weise mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Besucher:innen können in visuelle Datenströme eintauchen, KI beim Schreiben von Gedichten erleben oder verfolgen, wie autonome KI-Agenten in Echtzeit ein Kunstwerk hervorbringen. „THE SCREEN” versteht sich nicht nur als Präsentationsfläche für Medienkunst, sondern als Ort, an dem wir Zeit verbringen können – mit Kunst und mit anderen.
6 Wochen – 3 Kunstwerke – 1 Screen
Für sechs Wochen wird der Lichthof 8 des ZKM | Karlsruhe zu einem Ort, an dem man Kunst erleben und Zeit miteinander verbringen kann. Im Zentrum steht eine 8,5 × 6 Meter große, über zwei Stockwerke reichende LED-Wand, auf der im Zwei-Wochen-Takt drei künstlerische Positionen zu sehen sind, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Künstlicher Intelligenz befassen.
Sitzgelegenheiten und eine Bar verwandeln den Raum zugleich in einen offenen Ort zum Verweilen, Beobachten und Austauschen. „THE SCREEN“ lädt dazu ein, Kunst nicht nur kurz zu betrachten, sondern Zeit mit ihr zu verbringen. Freitags und samstags bleibt die Installation daher bis 22 Uhr geöffnet.
Refik Anadol: Im Wirbel unsichtbarer Daten
13.–27. März 2026
Den Auftakt macht der türkisch-amerikanische Medienkünstler Refik Anadol, einer der bekanntesten Vertreter datenbasierter Medienkunst. Seine großformatigen, immersiven Screen-Installationen haben den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Kunstkontext einem breiten Publikum bekannt gemacht. Seine „Data Sculptures“ machen die Komplexität von Datenprozessen, die unsere Gegenwart prägen, visuell und räumlich erfahrbar. Das Werk ist eine Leihgabe der Art Collection Telekom.
Sasha Stiles: Die Verwandtschaft von Poesie und KI
28. März – 10. April 2026
Es folgt die kalmykisch-amerikanische Dichterin und KI-Forscherin Sasha Stiles, die künstliche Intelligenz als Co-Autorin in ihren Schreibprozess einbezieht und deren Arbeit zuletzt auch im MoMA in New York zu sehen war. In ihrer Praxis untersucht sie, wie sich Sprache, Autorschaft und Kreativität im Zeitalter Künstlicher Intelligenz verändern. Poesie und Künstliche Intelligenz versteht sie dabei nicht als Gegensätze, sondern als eng miteinander verbunden. KI begreift sie als mögliche Erbin der Poesie, die sie als eine der ältesten Technologien zur Speicherung und Weitergabe von Wissen versteht. Gemeinsam mit ihrem KI-Alter Ego „Technelegy“ erforscht sie seit 2018 die Frage, was es bedeutet, im Zeitalter Künstlicher Intelligenz menschlich zu sein.
Agent Provocateur
11.–26. April 2026
Den Abschluss bildet mit Agent Provocateur eine eigens für THE SCREEN entwickelte Arbeit von ZKM-Künstlern und -Entwicklern. Im Mittelpunkt stehen sogenannte AI Agents, autonome Programme, die im Auftrag von Nutzer:innen Aufgaben ausführen können. In der Installation erzeugen mehrere dieser Agenten auf einer großformatigen LED-Wand in Echtzeit Bilder und Klänge und loten dabei aus, was Künstliche Intelligenz heute leisten kann und wo ihre Grenzen liegen. Anders als bei vielen KI-Anwendungen bleibt hier der kreative Prozess sichtbar. Zusätzliche Bildschirme zeigen die Überlegungen und Vorschläge der Agenten in Echtzeit, während sich das Werk über die gesamte Laufzeit weiterentwickelt und auf die Anwesenheit der Besucher:innen reagiert. So stellt sich die Frage: Entsteht hier eine neue Form von Autonomie oder sehen wir letztlich ein äußerst leistungsfähiges Werkzeug?
Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag: 10–18 Uhr
Freitag: 10–18 Uhr sowie 18:30–22 Uhr
Samstag: 11–18 Uhr sowie 18:30–22 Uhr
Sonntag: 11–18 Uhr
Eintritt
Museumseintritt, ab 18:30 Uhr: 5 Euro
Zur Eröffnung am 13. März ist der Eintritt ab 17 Uhr frei.