Juha van Ingen

AS Long As Possible (ASLAP)

2015

© Juha van Ingen
Künstler:in / Künstlergruppe
Juha van Ingen
Titel
AS Long As Possible (ASLAP)
Jahr
2015
Kategorie
Computerbasiert
Installation
Material / Technik
Computerbasierte Installation; Computer (NCOL), benutzerdefinierte ASLAP-GIF-Datei (codiert von Janne Särkelä), ASLAP 2.0 und 2. 1-Player (NCOL) (programmiert von Jani Lindqvist), Frame-Rechner (NCOL) (programmiert von Janne Särkelä), digitale Datei mit Standbildern (1, ASLAPs erstes Frame /1561987, Datum, an dem das GIF-Dateiformat erstellt wurde / 48140288, ASLAPs letztes Frame), Edelstahlgehäuse für den Computer (hergestellt von Jukka Merta), Abzügen von Original-Frames aus der Animation auf Papier
Maße / Dauer
Installationsmaß variabel
Sammlung
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Beschreibung
As »Long As Possible« zeigt auf den ersten Blick fast nichts: eine weiße Zahl auf schwarzem Grund. Doch hinter dieser scheinbaren Einfachheit verbirgt sich ein außergewöhnlicher Zeitrahmen. Die Zahl markiert jeweils ein einzelnes Bild einer digitalen Animation, die insgesamt auf eine Laufzeit von eintausend Jahren angelegt ist. Etwa alle elf Minuten wechselt die Anzeige. Seit ihrem Start im Jahr 2017 läuft diese Abfolge ununterbrochen weiter und ist darauf ausgelegt, dies bis zum Jahr 3017 zu tun. Das Werk besteht aus einer GIF-Datei mit mehr als 48 Millionen Einzelbildern. Jedes Bild steht für einen winzigen Abschnitt innerhalb eines extrem langen Zeitraums. Was für Betrachterinnen und Betrachter kaum als Bewegung wahrnehmbar ist, macht Zeit dennoch messbar und sichtbar. Die langsame Abfolge lenkt den Blick auf die eigene, begrenzte Lebenszeit im Verhältnis zu einer Dauer, die menschliche Erfahrung deutlich überschreitet. Zugleich thematisiert das Werk die Vergänglichkeit digitaler Medien. Digitale Dateien gelten oft als flüchtig und austauschbar. »As Long As Possible« setzt dem bewusst eine Strategie des Bewahrens entgegen. Mehrere speziell entwickelte Abspielgeräte halten die Animation synchron an verschiedenen Orten am Laufen. Ergänzt wird dies durch Zeitkapseln, die alle notwendigen Informationen enthalten, um das Werk auch in ferner Zukunft erneut starten zu können. So verbindet die Arbeit Fragen nach Zeit und Endlichkeit mit der Unsicherheit digitaler Existenz.

Autor:in

MR

Footer

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe

+49 (0) 721 - 8100 - 1200
info@zkm.de

Organization

Dialog