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UN_CTRL – Festival für gemeinschaftliche Technologien und Kunst

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Mit Werken von © Roslana Yotova, SurrealLabor & Ief Spincemaille / Gestaltung: Manuel Bürger

Pressemitteilung

UN_CTRL – Festival für gemeinschaftliche Technologien und Kunst im ZKM | Karlsruhe

Was wäre, wenn Technologien, die wir tagtäglich nutzen, zum Wohl der Gesellschaft statt im Interesse von Großkonzernen entwickelt werden würden? Wie lassen sich Technologien auf soziale und ökologische Weise (um-)nutzen? Das dreitägige Festival "UN_CTRL – Festival für gemeinschaftliche Technologien und Kunst" macht vom 12. bis zum 14. November 2026 erfahrbar, wie Technologie solidarischer, offener und zugänglicher gestaltet werden kann. In Workshops, Impulsvorträgen, Diskussionen und Performances zeigen internationale Künstler:innen, Forscher:innen und Gemeinschaftsorganisationen neue Perspektiven auf. Eine thematische Ausstellung begleitet das Festivalprogramm. Tickets sind an den Festivaltagen vor Ort im ZKM sowie online erhältlich. Die Veranstaltungen finden überwiegend in englischer Sprache statt.

Technologien – von der Automobiltechnik und der Informationstechnologie bis hin zur mobilen Technologie und der Künstlichen Intelligenz – sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie vereinfachen unser Leben nicht nur, sie prägen auch unsere Wahrnehmung und unser In-der-Welt-Sein. Dabei werden viele der Anwendungen nicht mit dem Ziel entwickelt, gesellschaftlichen oder ökologischen Bedürfnissen zu dienen. Hinter ihnen stehen oftmals große Konzerne, die ihre eigenen Interessen haben. Indem wir ihre Technologien beim Einkaufen, bei der Kommunikation, in der Freizeit, bei der Fortbewegung etc. verwenden, akzeptieren wir die Nutzungsbedingungen dieser Konzerne, generieren wertvolle Daten und trainieren ihre Systeme. Ein Recht oder eine Möglichkeit auf Mitsprache und Mitgestaltung der Ausrichtung der verschiedenen Anwendungen haben wir nicht.

Doch es ginge auch anders: Weltweit arbeiten Künstler:innen, Forscher:innen und Gemeinschaftsorganisationen an Modellen, die Transparenz, Rechenschaftspflicht und fairen Zugang zu technologischen Werkzeugen ermöglichen. UN_CTRL – Festival für gemeinschaftliche Technologien und Kunst bringt einige dieser Akteur:innen zusammen und geht zwei zentralen Fragen nach: Wie müssen Technologien gestaltet sein, um ein solidarisches und konviviales Zusammenleben zu fördern? Und wie lässt sich eine gemeinschaftliche und kreative (Um-)Nutzung von Technologien und Ressourcen, jenseits von kapitalistischen Strukturen und Produktivitätsdruck, ermöglichen? Prägend ist hierbei der Begriff der Konvivialität, eine selbstbestimmte, kreativ und gemeinschaftlich gestaltete Lebensführung.

Da es nicht die eine allumfassende Technologie gibt, die die vielfältigen Herausforderungen unserer Gegenwart lösen könnte, fokussiert das Festival UN_CTRL nicht nur den digitalen Raum, sondern nimmt unterschiedliche Bereiche in den Blick: Die Workshops, Impulsvorträge, Diskussionsrunden und Performances widmen sich sowohl ressourcenschonender Landnutzung und der Kreislaufwirtschaft als auch sensorischer Selbstbestimmung und nicht süchtig machenden sozialen Netzwerken. Nicht-eurozentrische Perspektiven rücken hier ebenso in den Vordergrund wie jene kollektiven, lokalen, indigenen Wissenssysteme, die von dominanten Technologieplattformen unsichtbar gemacht werden. Und welche Rolle spielen nicht-menschliche Akteure wie beispielsweise Tiere, Pilznetzwerke, Wälder und Gewässer bei der Konzeption gemeinschaftlicher Technologien?

Ausgewählte Programmpunkte

Donnerstag, 12. November

  • Keynote "Re-considering tools for conviviality in an age of platform AI" von Andreas Beinsteiner
  • Konzert von Audrey Chen & Nick Klein

Freitag, 13. November

  • Workshop "Reciclajes – The PET Commons"
  • Performance von Tania Bruguera

Samstag, 14. November

  • Launch und Get-together: Gemeine Getränke mit Seema Manchanda, Shaun Tuck und Kathrin Böhm

Das gesamte Festivalprogramm finden Sie hier.

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