Jennifer Walshe

Feminale der Musik

Portrait der Musikerin Jennifer Walshe

Jennifer Walshe ist am 1. Juni 1974 in Dublin, Irland geboren. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in London. Studiert hat die Komposition bei John Maxwell Geddes an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, bei Kevin Volans in Dublin und schloss ihr Studium an der Northwestern University, Chicago, im Juni 2002 mit einem Doktortitel in Komposition bei Amnon Wolman und Michael Pisaro ab.

Walshe erhielt u.a. Preise und Stipenden von der Foundation for Contemporary Arts, New York, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, den Kranichsteiner Musikpreis bei den Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt und der Akademie Schloss Solitude Stuttgart. Sie tritt neben ihrer Arbeit als Komponistin auch als Performerin, bildende Künstlerin und Vokalistin auf und hat sich hier auf erweiterte Stimmtechniken spezialisiert. 

Für ihr »Grúpat« Projekt, das sie seit 2007 erweitert, entwickelte sie eine Vielzahl an Alter Egos für die sie Kompositionen, Installationen, graphische Partituren, Filme, Photographien, Skulpturen und Kostüme erschuf. Werke der verschiedenen Mitglieder von Grúpat wurden weltweit aufgeführt und ausgestellt. Für ein weiteres Projekt »Historical Documents of the Irish Avant-Garde« kreierte sie eine fiktive Geschichte der musikalischen Avantgarde in Irland, welche sich über 187 Jahre erstreckt. Zu finden ist diese auf www.aisteach.org, der Website der Aisteach Foundation, einer ebenfalls fiktiven Organisation, die sich als »The Avant-Garde Archive of Ireland« versteht. Zu ihren jüngeren Werken gehört die in Zusammenarbeit mit dem Philosophen Timothy Morton entstandene und von KritikerInnen gefeierte Oper »TIME TIME TIME« sowie das Orchesterwerk »THE SITE OF AN INVESTIGATION« für Walshes Stimme und Orchester. 

Die Werke Jennifer Walshes sind auf verschiedenen Labels veröffentlicht worden, darunter Mere Records, Interval Recordings, Farpoint Recordings und Migro. 

Musikstücke

The Site of an Investigation (2019) mit Jennifer Walshe (Stimme) und dem RTÉ National Symphony Orchestra, dirigiert von Jean Deroyer

SELF-CARE (2017) für Akkordeon, Tape-Recorder und Film (mit Klang), beauftragt und interpretiert von Andreas Borregaard, Dokumentation der Premiere im Rahmen des Borealis Festival in Bergen, Norwegen, realisiert mit Mitteln des Arts Council of Ireland

Hildegard von Hildegard von Bingen: In Principio Omnes, from Ordo Virtutum

In: A Late Anthology of Early Music Vol. 1: Ancient to Rena Bingen: In Principio Omnes, from Ordo Virtutum. A Late Anthology of Early Music Vol. 1: Ancient to Renaissance (2020) 3’27’’

Disclaimer

    • Links zu externen Websites Dritter
Mo, 06.04.2020 – Fr, 01.05.2020

Das ZKM ehrt Komponistinnen mit einem vierwöchigen digitalen Festival