Hidden on Tape. Frühe Videokunst in Europa

Sa, 28.11.2026 – So, 30.05.2027

© David Hall
Ort
Lichthof 1+2, 2. OG
Kosten
Museumseintritt

Die Geschichte der Videokunst wurde bislang in zahlreichen Publikationen und Ausstellungen behandelt. Es ist jedoch bemerkenswert, dass sich der wissenschaftliche Diskurs dabei vornehmlich auf den nordamerikanischen Kontinent und die dortige künstlerische Produktion konzentriert. Die Entwicklungen der Videokunst innerhalb Europas bilden hingegen ein verwobenes und teilweise undurchsichtiges Netz aus vielen vereinzelten, fragmentarischen und gleichzeitig bruchstückhaften Erzählungen. Nur wenige bedeutende europäische Videokunstpionier:innen haben internationale Bekanntheit erlangt. Bis heute gibt es somit keine europaweite Geschichte der Videokunst. Genau hier setzt die Ausstellung Hidden on Tape. Frühe Videokunst in Europa an.

Die Ausstellung gibt anhand einer Auswahl von Arbeiten aus mehr als 26 europäischen Ländern – wobei Europa als eine geografische, kulturelle und soziopolitische Zuordnung verstanden wird –, einen Überblick über die Entwicklungen der Videokunst und ihre unterschiedlichen Ausformungen in Europa – ausgehend vom Ende der 1950er- bis in die 1990er-Jahren. Sie bringt so nicht nur bisher (auf Videotapes) „verborgene“ Werke ans Licht, sondern hebt auch den Einfluss der sich ständig wandelnden kulturellen Kontexte sowie der unterschiedlichen zeitlichen Verfügbarkeit technischer Ausrüstung und die Bedeutung grenzübergreifender Netzwerke auf die künstlerische Produktion hervor.

Die Videokunst in Europa ist von Pluralität und Heterogenität durchzogen. Und doch lohnt eine transnationale Perspektive, v.a. in Zeiten, in denen nationalistische Strömungen an Auftrieb gewinnen, um trotz aller Unterschiede Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und neue Erzählungen fernab des Bekannten zu finden.

Die Ausstellung Hidden on Tape ist Teil des fünfjährigen Forschungsprojekt Die Entstehung der Videokunst in Europa (2021–25), das von der Universität Paris 8 Vincennes – Saint-Denis und der ECAL – École cantonale d’art de Lausanne (HES-SO) in Zusammenarbeit mit der Französischen Nationalbibliothek (BnF) und mit Unterstützung des ZKM | Karlsruhe durchgeführt und von dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der französischen Agence Nationale de la Recherche (ANR) gefördert wurde.

Impressum

Kuratorisches Team

François Bovier
Christian Haardt
Idis Hartmann
Grégoire Quenault
Margit Rosen
Clara Runge
Stéphanie Serra

Wissenschaftliches Komitee des Forschungsprojekts

Slavko Kacunko
Laura Leuzzi
Chris Meigh-Andrews
Miklós Peternák
Lorella Scacco
Tomasz Załuski

Begleitprogramm

Gefördert von

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