MyCity, MySounds

Ein Kreis aus bunten Punkten
Dauer
2014–2019

Das vom ZKM | Institut für Musik und Akustik (heute: Hertz-Labor) entwickelte und der Stadt Karlsruhe geförderte Projekt »MyCity, MySounds« [Meine Stadt, Meine Klänge] beschäftigt sich mit Klang in all seinen Formen und Ausprägungen. Hierzu wurde eine App sowie eine dazugehörige mobile Web-Anwendung entwickelt, mit der es möglich ist, Stadträume neu zu entdecken und zu präsentieren. Klangliche Eigenschaften und Bedeutungen von Stadträumen, die bis jetzt im stark visuell ausgerichtetem World Wide Web und der digitalen Kultur unterrepräsentiert sind, werden durch das Projekt in die Wahrnehmung der NutzerInnen von digitalen Alltagstechnologien gehoben.

Mit dem Projekt wird jedem Interessierten die Chance gegeben, vor Ort im Stadtraum Klänge, Töne, Geräusche und Stimmen mit dem eigenen Smartphone aufzunehmen und diese mit dem Aufnahmeort, dem genuinen Standort des Klangs, auf einer virtuellen und online zugänglichen Landkarte zu verbinden. Dadurch entsteht ein riesiges klingendes Archiv, das der Identität der eigenen Stadt vielfältige Facetten hinzufügt. Die Stadt artikuliert sich damit neu. Jeder ist dazu eingeladen, sich am Klangarchiv zu beteiligen und damit seiner Stadt eine ganz eigene Identität zu verleihen.

Möglichkeiten

Die App und die Web-Anwendung bietet mit dem Konzept des geolokalisierten, also in den virtuellen Stadtraum eingebundenen Klangs, den NutzerInnen vielfältige Möglichkeiten: BürgerInnen, aber auch KlangkünstlerInnen und alle musikalisch Schaffenden haben über die App die Möglichkeit, ihre Stücke und Interpretationen entweder direkt vor Ort aufzunehmen, oder über die Web-Anwendung schon fertige Stücke in den virtuellen Stadtraum hochzuladen.

Klänge, Geräusche, Stimmen und Töne lassen sich auf der Web-Anwendung auch miteinander verbinden. Dadurch entstehen Audiowalks – Spaziergänge durch eine klingende Stadt – über die man die Besonderheiten der Stadt erfahren kann und hört, was sonst im Geräuschpegel des Alltags womöglich untergegangen wäre. Die Audiowalks sind die interaktive Schnittstelle zwischen Virtualität und Realität, die den NutzerInnen einen großen Mehrwert versprechen. Audiowalks werden in verschiedenen Modi verfügbar sein, sodass auch eine spielerische Entdeckung der Stadt und ihrer Klänge möglich wird.

Aus den Klängen, Tönen, Geräuschen und Stimmen, die sich in den virtuellen Stadträumen sammeln, werden regelmäßig von KlangkünstlerInnen Stücke komponiert. Diese werden am ZKM präsentiert und in verschiedenen Formen den NutzerInnen der App und der Web-Anwendung »MyCity, MySounds«, aber auch den BesucherInnen des ZKM, zugänglich gemacht.
Einen ersten Eindruck der App und ihrer Möglichkeiten sowie Anwendungsgebiete konnte man während des Symposiums »MyCity, MySounds« (12.−14.12.2014) gewinnen.
 
Im Verlauf des Jahres 2015 wurde die App in verschiedenen Städten vorgestellt und die Möglichkeiten sowie die verschiedenen Anwendungsgebiete geolokalisierter Audioformate, wie interaktive Hörspiele, Kunst- und Geschichtsvermittlung, »Sound-Geocaching« und urbane Klanginstallationen mit verschiedenen Kooperationspartnern präsentiert.

MyCity, MySounds konnte 2017 im Rahmen des Projekts »interfaces« und in Kooperation mit dem Onassis Cultural Centre weitergeführt werden. Zusätzlich wurden 2018 vier Residenzen am ZKM | Hertz-Labor für die kompositorische Arbeit mit der App ausgeschrieben, deren Ergebnisse im ersten Halbjahr 2019 präsentiert werden. https://zkm.de/de/neue-projekte-fuer-die-app-mycity-mysounds

Neue Projekte für die App MyCity, MySounds

Im Rahmen des Projekts »INTERFACES« und in Kooperation mit dem Onassis Cultural Centre konnte »MyCity, MySounds« weitergeführt werden.

Außerdem wurden vier Residencies am Hertz-Labor eingerichtet, die sich kompositorisch mit der App befassen. 

Mehr

Portrait Amble Skuse
Website zum Projekt
http://mycity-mysounds.zkm.de
Organisation / Institution
ZKM | Karlsruhe
Mitwirkende KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen
Kooperationspartner

Stadt Karlsruhe