H. Philip Peterson
Mona by the Numbers
1965
- Künstler:in / Künstlergruppe
- H. Philip Peterson
- Titel
- Mona by the Numbers
- Jahr
- 1965
- Auflage / Seriennummer
- unbekannt
- Exemplarnummer
- unbekannt
- Kategorie
- Computergeneriert
- Druckgrafik
- Format
- Plotterzeichnung
- Material / Technik
- computergenerierte Grafik ; Computer (Scanprozess): CDC 160 Computer (Bildgenerierung): CDC 320; Ausgabe: Incremental Plotter; Lichtkopie auf Papier und Polyurethan-Hartschaumplatte
- Maße / Dauer
- 119,5 x 78 x 0,6 cm
- Sammlung
- ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
- Beschreibung
- Das Porträt der Mona Lisa zerfällt beim Blick aus nächster Nähe in ein Feld aus Ziffern: 256 Spalten, 390 Zeilen, rund 100.000 Zellen mit je zwei Ziffern. »Mona by the Numbers« ist ein frühes Beispiel dafür, wie ein Computer ein Bild in messbare Werte zerlegen und daraus wieder ein sichtbares Bild erzeugen kann. Ein CDC-160-Computer steuerte einen hochauflösenden Scanner, der ein Farbdia der Mona Lisa Punkt für Punkt erfasste. Für jeden Bildbereich wurde ein Helligkeitswert ermittelt. Der verwendete Plotter – ein Gerät, das Linien zeichnet – konnte diese Werte jedoch nicht unmittelbar als entsprechend helle oder dunkle Flächen zu Papier bringen. Peterson fand dafür einen Umweg: Er übersetzte die Helligkeitswerte in zweistellige Zahlen und entwarf dafür sogar eine eigene Ziffernschrift. Je höher der Zahlenwert, desto dunkler erscheint die Zelle für das Auge. Ein verwandtes Prinzip kam 1965 bei der Raumsonde Mariner 4 zum Einsatz: Auch ihre ersten Nahaufnahmen des Mars wurden in einzelne Bildbereiche zerlegt, deren Helligkeit als Zahlenwert codiert und zur Erde übertragen wurde. H. Philip Peterson arbeitete in den Digigraphic Laboratories der Control Data Corporation. »Mona by the Numbers« erschien im Dezember 1965 auf dem Cover der Zeitschrift Computers and Automation, die seit 1963 jährlich einen Wettbewerb für Computerkunst veranstaltete.
Autor:in
Margit
Rosen