Cat-Notation
Eine Frau mit Lyra vor einer blauen, unscharfen Landschaft. Sie blickt auf eine Katze, die mit Hilfe eines CAD-Systems gezeichnet wurde.
Do, 14.05.2009, 18:00 Uhr CEST
„Am Anfang der technischen Karriere von Notationen, Codes und Aufschreibesystemen steht die kaum bekannte Musiknotation, die »parasemantische Kunstfertigkeit« der europäischen Antike.“ (Carlé)
Mit ihrem Buch »Cat-Notation« präsentiert die Künstlerin Joulia Strauss ein System synthetischer Skulpturen und der Medien- und Musikwissenschaftler Martin Carlé eine zeitkritische Theorie des Präemptiven. Ihre gemeinsame Arbeit ersetzt die altgriechischen Notenzeichen durch ein neu entwickeltes Set »mathematischer Operationstiere«. Deren nach dem Reichtum griechischer Tonarten gebildeten Glieder entfalten in einer zeitsensitiven 3D-Umgebung zum ersten Mal einen Tanz, der das je spezifische Ethos einer Melodie im Charakter einer Skulptur verkörpert. Indem sie das Wunder der Modulation mit Tierverwandlungen öffnet, überschreitet die Cat-Notation nicht nur die Grenze symbolischer Notationen, sondern gibt damit das Wissen frei, in dem unsere Zukunft liegt.

Im Gespräch mit der Kunstkritikerin und Kuratorin Diana Baldon sowie Peter Weibel diskutieren die Autoren über den künstlerischen und wissenschaftlichen Einsatz des im Merve-Verlag erschienen Buches. Teil der Präsentation ist eine Hymne an den Gott der Musik und der Schönheit.

Joulia Strauss und Martin Carlé im Gespräch mit Peter Weibel und Diana Baldon
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